Wir haben hier im Blog vor einer Weile über Green Map berichtet, eine "offene Ökokarte". Meine Kollegin Kat vom Nestoria Australia Blog sprach vor kurzem mit Thomas Turnbull von Green Map. Hier die Übersetzung des Interviews:
Thomas ist Open Source Web-Entwickler in Brooklyn, New York. Er ist ausgebildeter Geograph und arbeitete für ein paar Jahre in Schottland, wo Menschen Menschen in Sachen Kompostierung weiterbildete, bevor er nach New York ging, um für Green Map zu arbeiten. Durch Green Map wurde er leidenschaftlich Botschafter von Open Source Technologien und offener Kartographie. Er arbeitet momentan für Zagat, eine Restaurant-Bewertungs Webseite, und ist weiterhin im Vorstand von Green Map.
Danke für das Gespräch Thomas, kannst Du für diejenigen, die es noch nicht kennen, einen kurzen Überblick über das Green Map Projekt geben?
Green MPs ist eine gemeinnützige Firma die im Jahre 1995 gegründet wurde, um mit Gruppen auf der ganzen Welt daran zu arbeiten grüne Projekte in ihrer Gemeinde festzuhalten. Green Maps hat mit über 700 Communities in 55 Ländern eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, wie Bike-Routen, Recycling Punkte, Parks und grüne Unternehmen auf der Karte verzeichnet. Kartographie war traditionell eine spezialisierte Fähigkeit. Green MPs arbeitet daran, es in einen Prozess zu verwandeln an dem sich jeder beteiligen kann. Kartographie ist eine wirklich große Möglichkeit für Menschen, ihr Umfeld zu verstehen und ein überraschend nützlicher Weg Verbesserungen in die Wege zu leiten.
Kannst du etwas über deine Arbeit speziell für Green Map erzählen?
Während ich bei Green Map arbeitete war ich Leiter der Entwicklung der Online-Mapping Plattform. Drupal hat tausende von Add-on Modulen um weitere Funktionen zu einer Webseite hinzuzufügen, z.B. editierbare Karten. Zu diesen Modulen habe ich damals viele Elemente hinzugefügt, um die Seite genau an unsere Bedürfnisse anzupassen, damit unsere Nutzer ihre Nachbarschaft einfach kartieren können.
Ich arbeite inzwischen woanders, bin aber immer noch im Vorstand, wo ich vor allem in Bezug auf Technologie eine beratende Funktion ausübe. Momentan sind eine mobile Seite und eine iPhone App in der Entwicklung.
Wir bei Nestoria sind große Fans von Open Source, kannst Du über deine eigenen Erfahrungen mit der Open Source Community sprechen?
Meine erster richtiger Kontakt mit Open Source war im Jahr 2007, als ich nach New York zog, um für Green Map zu arbeiten. Wir brauchten eine Webseite auf der all die verschiedenen Gruppen sich einloggen, die Karten-Werkzeuge nutzen, Ideen austauschen und ihre Karten veröffentlichen konnten. Es wurde beschlossen, für diesen Zweck Drupal zu nutzen. Drupal ist ein Open Source Content Management System, ein Werkzeug um interaktive communitybasierte Webseiten zu bauen. Als Freiberufler hatte ich an meinen eigenen Content Management Systemen gearbeitet, aber plötzlich stiess ich auf dieses Werkzeug, das von tausenden von Menschen, alle talentierter als ich, gebaut wurde. Als ich anfing mit Drupal zu arbeiten entdeckte ich, dass Drupal mehr als nur ein Stück offene Technik ist, es ist auch eine große Gemeinschaft von Menschen die Leidenschaft für den Code haben den sie schreiben und mehr Leute dazu kriegen wollen ihn zu verwenden. In den Jahren seither bin ich tief in diese Gemeinschaft eingetaucht, ich besuche monatliche Treffen, helfe lokale Drupal Camps zu organisieren, die von über 300 Menschen besucht werden und vor kurzem habe ich bei der DrupalCon in Kopenhagen einen Vortrag gehalten. Der Der neue Slogan von Drupal erfasst, worum es geht: "Komm' für den Code, bleib' für die Community".
Kannst du Beispiele nennen, wo andere coole Dinge mit deinen Open Source Beträgen gemacht haben?
Es gibt viele fantastische Green Maps, die von verschiedenen Gruppen auf der ganzen Welt mit Hilfe der Mapping-Plattform, die ich für Green Map gebaut habe, erstellt worden sind. Zwei meiner Favoriten sind Baltimore und Kapstadt.
Derzeit kenne ich nur eine Gruppe in Australien, in Rosehill NSW.
Es ist auch toll zu wissen, dass ich ein paar Zeilen Code geschrieben habe, die für die Webseite des Weißen Hauses verwendet werden.
Was sind einige der Karten die du erstellt hast und die auf dem Open Green Map zu sehen sind?
Einige der Green Maps decken ein breites Spektrum von Points of Interest ab, wie die Baltimore Karte. Andere konzentrieren sich auf etwas ganz Konkretes. Es gibt eine Karte von Clackmannanshire, der kleinsten Grafschaft in Schottland, die alle ehrenamtlichen Organisationen dort anzeigt. Es hat mich umgehauen zu sehen, wie viel auf einer so kleinen Fläche geschieht.
Ein weiterer meiner Favoriten, da ich einen Hintergrund in der Kompostierung habe und in New York lebe, ist die NYC Kompost Karte.
Hast du eine Wunschliste von Dingen, die du gerne auf Green Maps sehen würdest, für die es bisher nur noch nicht die Zeit oder die Technologie gibt?
Die größte Hürde für Green MPs ist die Finanzierung. Die letzten beiden Jahre waren sehr hart für nicht-gewinnbringende Projekte. Wir haben viele Ideen für neue Werkzeuge die wir gerne bauen würden, aber es ist schon schwierig die laufenden Kosten zu decken, geschweige denn neue Projekte zu starten.
Was denkst du über den aktuellen Trend Informationen an Karten darzustellen - glaubst du das ist die Zukunft? Vor allem online?
Der Erfolg des Smartphones in den letzten Jahren hat Ortung wirklich wichtig gemacht. Wenn ich heute Abend nach einem Platz zum essen suche ist es mir egal, ob er 200 Fünf-Sterne Rezensionen hat, wenn er auf der anderen Seite der Stadt ist. Wenn ich einen Ort suche um Batterien zu recyceln bin ich eher bereit einen Umweg zu machen, aber nicht wenn der Ort nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Die Projekte, die mich im Moment am meisten interessieren sind solche wie Yelp und Foursquare, die in der Lage sind Ort mit zeitkritischen Informationen und Interaktion der Nutzer zu kombinieren.
Wir lieben clevere Karten-Werkzeuge und Online Mashups - hast du Empfehlungen für uns?
Ein Karten Mashup, das ich vor kurzem entdeckt habe ist eine Karte die Daten aus dem Transportplanungs-Paket von 2000 in den USA nutzt. Es zeigt Pendlermuster nach Postleitzahl sortiert auf einer Google Karte.
Trulia ist eine US-amerikanische Immobiliensuche. Die machen einige erstaunliche Dinge mit Karten. Sie haben viele Daten und verwenden sie wirklich sinnvoll - zum Beispiel indem sie Nutzer nach Immobilien in bestimmten Stadtvierteln oder Postleitzahlenbereichen suchen lassen. Ihre Karte die Immobilienpreistrends auf der Karte überlagert zeigt ist beeindruckend.
Der Cloudmade-Editor ist auch erstaunlich. Damit kann man die Farben der Open Street Map Karten über eine sehr einfache Benutzeroberfläche anpassen.
Gibt es noch etwas das du hinzufügen möchtest?
Es gibt ein tolles Tutorial zum Thema Kartographie mit Drupal hier.
Für Menschen, die mehr über Drupal im allgemeinen erfahren möchten: finden Sie Ihr lokales Drupal-Treffen, oder gehen Sie zu http://drupal.org um die ersten Schritte zu lernen.
Vielen Dank für das Interview Thomas! Erfahren Sie mehr über Thomas auf seiner Webseite oder auf Twitter.