OSM Visualisierungen mit Chris Osborne von ITO

Die Visualisierungen von ITO haben wir in unserem Blog ja schon öfters vorgestellt. Die Londoner Firma spezialisiert sich auf die Darstellung von Karten und Verkehrdaten.

Im folgenden Vortrag (auf Englisch) von der Next Konferenz 2011 in Berlin zeigt Chris Osborne eine Reihe neuer und alter Visualisierungen und erklärt, dass Daten, richtig betrachtet, eine Geschichte erzählen die uns viel über unsere Umwelt verraten kann. 

 

 

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Interview mit Tobias Hallermann von komoot

Unser Interview des Monats haben wir diesmal mit Tobias Hallermann von komoot, einem Service für Tourenplanung, geführt.

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Hi Tobias. Kannst du unseren Lesern bitte kurz erklären was komoot ist und wofür sie es nutzen können?

Komoot ist ein intelligentes Planungssystem für Menschen, die gerne draußen sind. Praktisch für alle, die Outdoor-Erlebnisse lieben. Wir sind die ersten, die Touren nach den persönlichen Wünschen unserer User berechnen und vorschlagen.

Dazu kann man unter www.komoot.de einfach seinen gewünschten Startpunkt angeben, Sportart, Kondition und weitere Parameter festlegen und die gewünschte Dauer für die Wanderung, Mountainbike-, Fahrrad- oder Bergtour angeben und komoot berechnet verschiedene Vorschläge.

Die Touren können dann weiter angepasst werden durch Highlights auf der Strecke ergänzt werden. Ob Gipfelerlebnis, Picknick im Grünen oder Apfelkuchen in der Stadt. Der User gibt an, was für Erlebnisse er entdecken will und komoot zeigt ihm, wo er sie finden kann.

Mit der iPhone und Android App kann der User die Tour dann mitnehmen und sogar unterwegs noch umplanen.

(download)

 

Stand für euch von vornherein fest, dass ihr Open Street Map verwenden wollt oder gab es auch Überlegungen einen anderen Kartendienst zu benutzen? Worin seht ihr die Vor- und eventuell auch Nachteile bei Open Street Map?

Wir haben OpenStreetMap natürlich zunächst mit anderen Anbietern verglichen. In vielen Bereichen bietet OSM schon jetzt die besten Informationen. Außerdem glauben wir an den Open Source.

Komoot setzt deshalb schon von Anfang an auf OpenStreetMap als eine der größten Datenquellen. Gemeinsam mit Daten und Informationen weiterer Dienste und unserer Partner generieren wir unsere eigenen Outdoor-Karten und die Millionen von Datensätzen für unser Routing. So können wir die individuellen Vorschläge für Freizeit-Erlebnisse berechnen.

Alle Vorteile aufzulisten, würde vielleicht den Rahmen sprengen. Freie, hochwertige Geo- Daten, ständige Erweiterungen und Aktualisierungen durch eine riesige Community, ...

Manchmal merken wir allerdings, dass Nutzer oder Partner noch nicht das volle Vertrauen in OpenStreetMap hab. Andere Karten genießen gelegentlich höheres Ansehen, obwohl sie häufig veralteter sind oder weniger Informationen mitbringen. Das ist wohl der einzige Nachteil.

 

Gibt es Feedback von der Community zu eurem Produkt?

Wir sind die ersten, die in dieser Form eine Tourenplanung für's Fahrrad, Mountainbike und Wandern anbieten und sind dort auch den großen Anbietern ein Stück voraus. Viele aus der Community freuen sich darüber, dass es unsere Service gibt, der so viel aus den vorhandenen Informationen raus holt und gleichzeitig sehr benutzerfreundlich ist.

Umgekehrt arbeiten wir daran, die Community zu unterstützen. Wir erarbeiten dafür grade ein Konzept, um dies möglichst effizient und einfach zu gestalten um so den größten Mehrwert für das Projekt und seine Nutzer zu schaffen.

 

Zu guter letzte eine eher allgemeine Frage: Was ist für dich im Moment die spannendste Entwicklung im Internet, und wo siehst du noch Verbesserungsbedarf?

Da komoot Vorschläge für die Freizeit berechnet interessiere ich mich natürlich sehr für das Thema Recomendation. In einigen Bereichen gibt es schon spannende Dienste, beispielsweise für Musik. Komoot macht im Bereich Geodaten einen großen Schritt weg von der Suche einzelner, verstreuter Informationen hin zu einem intelligenten Empfehlungsdienst für Ausflugsziele und Touren.

Der Trend weg von der allgemeinen Suche hin zur Personalisierung. Recommendation Engines bieten viele neue Herausforderungen und Chancen. Ich finde es sehr spannend, welche technischen Lösungen es zukünftig geben wird, welche Rolle soziale Netzwerke dabei spielen werden und wie neue Dienste und Produkte aussehen können.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg noch mit komoot!

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Google Map Maker

Wer Google Maps viel benutzt hat es wahrscheinlich selber schon erlebt: Man sucht nach einem Geschäft in der Umgebung, z.b. nach einem Supermarkt, und wenn man dort ankommt existiert der Laden nicht mehr. Oder man hat sich extra eine gute Route zum Ziel im Vorfeld recherchiert und es stellt sich heraus, dass das was auf Google Maps aussieht wie eine Landstrasse ist in Wirklichkeit ein Feldweg. Selbst Grenzverläufe sind, wie vor kurzem berichtet, nicht unbedingt zuverlässig

 

Es ist nicht schwer sich vorzustellen woran das liegt: Die enorme Masse an Daten ist selbst für einen riesigen Apparat wie Google nur schwer aktuell zu halten. Deswegen ist OpenStreetMap gerade was Lokaldaten und Aktualität und Korrektheit der Daten angeht nur schwer zu schlagen. Schliesslich sind im Idealfall, in Ländern in denen es viele aktive "Mapper" gibt, hunderte von Leuten vor Ort die sich um die Pflege der datenbank kümmern.

Der Vorteil dieses Systems ist auch Google bewusst. In 183 Ländern können Nutzer mithilfe von Map Maker Karten bearbeiten und Informationen hinzufügen. Es handelt sich dabei vor allem um kleinere und / oder nicht-westliche Länder, weswegen bis vor kurzem wahrscheinlich die wenigsten leute jemals von dem Tool gehört haben. Seit diesem Monat jedoch ist Map Maker auch in den USA verfügbar.

Laut Google haben inzwischen dank Map Maker 30% aller Leute eine detaillierte Online-Karte ihrer Umgebung. 

Auf Map Maker Pulse kann man live und animiert mit Google Earth sehen, wo neue Informationen hinzugefügt werden, macht mehr Spass als man denken sollte! 

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Die Tatsache dass OpenStreetMap ein Open Source Projekt ist, was bedeutet, dass die Daten am Ende allen gehören, wohingegen Google nach wie vor die Rechte an ihren Karten behalten sollte an dieser Stelle nochmal betont werden. Nichtsdestotrotz denke ich es kann kein Fehler sein, wenn dieses Projekt bedeutet, dass mehr Menschen auf der Welt Zugang zu besseren Karten haben. OpenStreetMap erreicht nicht alle Menschen, einem kommerziellen Unternehmen wie Google fällt dies natürlich einfacher, wenn ein (finanzielles) Eigeninteresse solche Projekte rechtfertigen kann. Oder kurz gesagt: besser Google als gar nichts.

Noch kann Map Maker in Deutschland genutzt werden, und angesichts der fast perfekten Abdeckung durch OpenStreetMaps wage ich auch zu bezweifeln, dass es Sinn machen würde.

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State of the Map 2011

Wie immer sponsern wir auch dieses Jahr wieder gerne die State of the Map EU Konferenz, die diesmal in Wien stattfindet.

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Vom 15. - 17. Juli geht es um alle Themen rund um Open Street Map. Wir hoffen, dass einige unserer Teammitglieder auch dieses Jahr dabei sein werden, so dass wir anschliessend von der Veranstaltung berichten können.

Allen die noch nie auf einer SOTM waren und mit dem Gedanken spielen: auf nach Wien! 

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Interview mit Thomas Turnbull von Green Map

Wir haben hier im Blog vor einer Weile über Green Map berichtet, eine "offene Ökokarte". Meine Kollegin Kat vom Nestoria Australia Blog sprach vor kurzem mit Thomas Turnbull von Green Map. Hier die Übersetzung des Interviews:

Thomas ist Open Source Web-Entwickler in Brooklyn, New York. Er ist ausgebildeter Geograph und arbeitete für ein paar Jahre in Schottland, wo Menschen Menschen in Sachen Kompostierung weiterbildete, bevor er nach New York ging, um für Green Map zu arbeiten. Durch Green Map wurde er leidenschaftlich  Botschafter von Open Source Technologien und offener Kartographie. Er arbeitet momentan für Zagat, eine Restaurant-Bewertungs Webseite, und ist weiterhin im Vorstand von Green Map.

 

Danke für das Gespräch Thomas, kannst Du für diejenigen, die es noch nicht kennen, einen kurzen Überblick über das Green Map Projekt geben?

Green MPs ist eine gemeinnützige Firma die im Jahre 1995 gegründet wurde, um mit Gruppen auf der ganzen Welt daran zu arbeiten grüne Projekte in ihrer Gemeinde festzuhalten. Green Maps hat mit über 700 Communities in 55 Ländern eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, wie Bike-Routen, Recycling Punkte, Parks und grüne Unternehmen auf der Karte verzeichnet. Kartographie war traditionell eine spezialisierte Fähigkeit. Green MPs arbeitet daran, es in einen Prozess zu verwandeln an dem sich jeder beteiligen kann. Kartographie ist eine wirklich große Möglichkeit für Menschen, ihr Umfeld zu verstehen und ein überraschend nützlicher Weg Verbesserungen in die Wege zu leiten.

 

Kannst du etwas über deine Arbeit speziell für Green Map erzählen?

Während ich bei Green Map arbeitete war ich Leiter der Entwicklung der Online-Mapping Plattform. Drupal hat tausende von Add-on Modulen um weitere Funktionen zu einer Webseite hinzuzufügen, z.B. editierbare Karten. Zu diesen Modulen habe ich damals viele Elemente hinzugefügt, um die Seite genau an unsere Bedürfnisse anzupassen, damit unsere Nutzer ihre Nachbarschaft einfach kartieren können.

Ich arbeite inzwischen woanders, bin aber immer noch im Vorstand, wo ich vor allem in Bezug auf Technologie eine beratende Funktion ausübe. Momentan sind eine mobile Seite und eine iPhone App in der Entwicklung.

 

Wir bei Nestoria sind große Fans von Open Source, kannst Du über deine eigenen Erfahrungen mit der Open Source Community sprechen?

Meine erster richtiger Kontakt mit Open Source war im Jahr 2007, als ich nach New York zog, um für Green Map zu arbeiten. Wir brauchten eine Webseite auf der all die verschiedenen Gruppen sich einloggen, die Karten-Werkzeuge nutzen, Ideen austauschen und ihre Karten veröffentlichen konnten. Es wurde beschlossen, für diesen Zweck Drupal zu nutzen. Drupal ist ein Open Source Content Management System, ein Werkzeug um interaktive communitybasierte Webseiten zu bauen. Als Freiberufler hatte ich an meinen eigenen Content Management Systemen gearbeitet, aber plötzlich stiess ich auf dieses Werkzeug, das von tausenden von Menschen, alle talentierter als ich, gebaut wurde. Als ich anfing mit Drupal zu arbeiten entdeckte ich, dass Drupal mehr als nur ein Stück offene Technik ist, es ist auch eine große Gemeinschaft von Menschen die Leidenschaft für den Code haben den sie schreiben und mehr Leute dazu kriegen wollen ihn zu verwenden. In den Jahren seither bin ich tief in diese Gemeinschaft eingetaucht, ich besuche monatliche Treffen, helfe  lokale Drupal Camps zu organisieren, die von über 300 Menschen besucht werden und vor kurzem habe ich bei der DrupalCon in Kopenhagen einen Vortrag gehalten. Der Der neue Slogan von Drupal erfasst, worum es geht: "Komm' für den Code, bleib' für die Community".

 

Kannst du Beispiele nennen, wo andere coole Dinge mit deinen Open Source Beträgen gemacht haben?

Es gibt viele fantastische Green Maps, die von verschiedenen Gruppen auf der ganzen Welt mit Hilfe der Mapping-Plattform, die ich für Green Map gebaut habe, erstellt worden sind. Zwei meiner Favoriten sind Baltimore und Kapstadt.

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Derzeit kenne ich nur eine Gruppe in Australien, in Rosehill NSW.

 

Rose_hill_green_map

 

Es ist auch toll zu wissen, dass ich ein paar Zeilen Code geschrieben habe, die für die Webseite des Weißen Hauses verwendet werden.

 

Was sind einige der Karten die du erstellt hast und die auf dem Open Green Map zu sehen sind?

Einige der Green Maps decken ein breites Spektrum von Points of Interest ab, wie die Baltimore Karte. Andere konzentrieren sich auf etwas ganz Konkretes. Es gibt eine Karte von Clackmannanshire, der kleinsten Grafschaft in Schottland, die alle ehrenamtlichen Organisationen dort anzeigt. Es hat mich umgehauen zu sehen, wie viel auf einer so kleinen Fläche geschieht.

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Ein weiterer meiner Favoriten, da ich einen Hintergrund in der Kompostierung habe und in New York lebe, ist die NYC Kompost Karte.

 

Hast du eine Wunschliste von Dingen, die du gerne auf  Green Maps sehen würdest, für die es bisher nur noch nicht die Zeit oder die Technologie gibt?

Die größte Hürde für Green MPs ist die Finanzierung. Die letzten beiden Jahre waren sehr hart für nicht-gewinnbringende Projekte. Wir haben viele Ideen für neue Werkzeuge die wir gerne bauen würden, aber es ist schon schwierig die laufenden Kosten zu decken, geschweige denn neue Projekte zu starten.

 

Was denkst du über den aktuellen Trend Informationen an Karten darzustellen - glaubst du das ist die Zukunft? Vor allem online?

Der Erfolg des Smartphones in den letzten Jahren hat Ortung wirklich wichtig gemacht. Wenn ich heute Abend nach einem Platz zum essen suche ist es mir egal, ob er 200 Fünf-Sterne Rezensionen hat, wenn er auf der anderen Seite der Stadt ist. Wenn ich einen Ort suche um Batterien zu recyceln bin ich eher bereit einen Umweg zu machen, aber nicht wenn der Ort nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Die Projekte, die mich im Moment am meisten interessieren sind solche wie Yelp und Foursquare, die in der Lage sind Ort mit zeitkritischen Informationen und Interaktion der Nutzer zu kombinieren.

Wir lieben clevere Karten-Werkzeuge und Online Mashups  - hast du Empfehlungen für uns?

Ein Karten Mashup, das ich vor kurzem entdeckt habe ist eine Karte die Daten aus dem Transportplanungs-Paket von 2000 in den USA nutzt. Es zeigt Pendlermuster nach Postleitzahl sortiert auf einer Google Karte.

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Trulia ist eine US-amerikanische Immobiliensuche. Die machen einige erstaunliche Dinge mit Karten. Sie haben viele Daten und verwenden sie wirklich sinnvoll - zum Beispiel indem sie Nutzer nach Immobilien in bestimmten Stadtvierteln oder Postleitzahlenbereichen suchen lassen. Ihre Karte die Immobilienpreistrends auf der Karte überlagert zeigt ist beeindruckend.

Der Cloudmade-Editor ist auch erstaunlich. Damit kann man die Farben der Open Street Map Karten über eine sehr einfache Benutzeroberfläche anpassen.

 

Gibt es noch etwas das du hinzufügen möchtest?

Es gibt ein tolles Tutorial zum Thema Kartographie mit Drupal hier.

Für Menschen, die mehr über Drupal im allgemeinen erfahren möchten: finden Sie Ihr lokales Drupal-Treffen, oder gehen Sie zu http://drupal.org um die ersten Schritte zu lernen.

 

Vielen Dank für das Interview Thomas! Erfahren Sie mehr über Thomas auf seiner Webseite oder  auf Twitter.

 

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Interview mit Stefan Wehrmeyer, Mapnificent

Unser letztes Interview 2010 haben wir mit Stefan Wehrmeyer geführt. Er ist Entwickler der Seite Mapnificent, über die wir hier im Blog schon berichtet haben.

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Hallo Stefan. Kannst Du unseren Nutzern kurz erklären was Mapnificent ist und wie Du auf die Idee gekommen bist die Seite zu machen?

Mapnificent zeigt einem auf einer Karte alle Orte, die man mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln in einer bestimmten Zeit erreichen kann. Mapnificent gibt es für viele Städte in den USA und weltweit, leider sind in Europa momentan nur London und Berlin verfügbar. Inspiriert ist Mapnificent von Mapumental, die eine solche Anwendung für ganz Großbritannien veröffentlichen wollen, leider aber immer noch in private beta sind.

 

Du nutzt für Mapnificent Google Maps. Nestoria ist ein großer Fan von OpenStreetMap - gab es Überlegungen OSM für Dein Projekt zu nutzen, warum hast du dich für Google Maps entschieden?

Die Google Maps API ist sehr gut dokumentiert, lädt schnell und ich finde Googles Karten-Tiles übersichtlicher als die Standard-OSM-Tiles. Dass ich die Google API benutze, heißt aber nicht, dass man Mapnificent nicht mit freiem Kartenmaterial benutzen kann: mit einem Klick auf "OSM" oben rechts lassen sich die Tiles von OpenStreetMap laden. Ich bin ein Fan von OpenStreetMap und von dem noch sehr jungen Transiki – das ÖPNV-Äquivalent zu OSM.

 

Was waren die größten Herausforderungen bei der Arbeit an dem Projekt?

Am Anfang gab es zwei technische Herausforderungen: die effiziente Routen-Berechnung und die Visualisierung der Routen, beide ließen sich komplett im Browser lösen. Die momentane Herausforderung ist ungleich schwerer: mehr Städte hinzufügen. Betreiber von öffentlichen Verkehrsmitteln sind gerade in Deutschland sehr rückständig, wenn es darum geht, maschinenlesbare Daten und nicht nur PDF-Haltestellenfahrpläne mit der Öffentlichkeit zu teilen. In den USA kann man sich für alle großen Städte auf Google Maps auch für den Nahverkehr eine Route berechnen lassen kann, weil diese Städte ihre Daten zur Verfügung stellen. In Deutschland gibt es keinen mir bekannten ÖPNV-Betreiber, der seine Daten veröffentlicht. Die Nahverkehrs-Daten von Berlin musste ich selber zusammensuchen und nutze sie nur inoffiziell.

 

Inzwischen deckt Mapnificent 25 Städte ab und hat auch eine API. Was kann man mit der API machen?

Mit der API kann man Google Maps-Anwendungen mit einer Mapnificent-Ebene ausstatten und so zum Beispiel die Erreichbarkeit einer Gegend als Heatmap einblenden. Das kann für viele bestehende Karten-Anwendungen wie etwa die Wohnungssuche sehr nützlich sein: wo kann ich wohnen, damit ich nur 20 Minuten zur Uni brauche? Die Visualisierung einer solchen Information zusammen mit anderen Daten kann ein sehr hilfreicher Mehrwert für Nutzer sein.

 

Wie sehen die Zukunftspläne für Mapnificent aus? Arbeitest du weiter an der Ausdehnung des Projekts oder hast du schon etwas neues in Arbeit?

Mapnificent ist leider nur ein Nebenprojekt und die Liste neuer Ideen wird immer schwerer abzuarbeiten. Momentan schreibe ich viele Mails an ÖPNV-Betreiber mit der Bitte ihre Daten entweder überhaupt oder aber nicht nur mit Google zu teilen. Die geniale Seite GTFS-Data-Exchange sammelt diese öffentlichen Transit-Daten und ich werde helfen sie dort zu verwalten. Ich habe noch einige andere Projekte in Planung, Mapnificent wird aber nicht zu kurz kommen.

 

Vielen Dank für das Interview, Stefan, und weiterhin viel Erfolg mit Mapnificent!

 

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OpenStreetMap bekommt neuen Editor

Wie man beim OpenGeoData Blog nachlesen kann ist die neue Version des OpenStreetMap Editors Potlatch 2 jetzt live. Um die Veränderung sehen zu könen muss man sich einloggen und findet beim Tab "Edit" die Möglichkeit aus verschiedenen Editor Versionen auszuwählen.

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Die Oberfläche sieht dann so aus:

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Wie immer ist auch diese eine Gemeinschaftarbeit und Open Source. 

Es ist gut zu sehen, dass sich OSM immer weiter entwickelt und auch im Bereich Nutzerfreundlichkeit einiges passiert!

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OpenStreetMap in Deutschland visualisiert

Wir hatten hier ja schon öfters Visualisierungen der bei OSM hinzugefügten Daten, zuletzt in Haiti und für das Jahr 2008.

Ein neues Video zeigt die OSM Edits in Europa ab 2006 bis 2010. Gemacht wurde es von Skobbler, die wir für unser Blog vor ein paar Monaten interviewt haben zusammen mit Geofabrik, die bei der SOTM dieses Jahr unseren Elevator Pitch gewonnen haben.

Kleine OSM-Welt! 

Man kann schön sehen wie immer mehr Strassen und Orte hinzukommen, gegen Ende die dann auch die Landesgrenzen. Es wird auch deutlich wie gut Deutschland inzwischen abgedeckt ist. In vielen europäischen Nachbarländern steht noch viel mehr Arbeit bevor bis die groben Strukturen erfasst sind, während es in Deutschland zumeist nur noch um Feinarbeit geht.

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Neue Cloudmade OSM Karten auf Nestoria

Wie vielleicht manche wissen kann man auf Nestoria für manche Orte statt der Standardkarte auch Immobiliensuchen mit OpenStreetMap Karte anzeigen. Für manche Orte wie z.B. Braunschweig wird die OSM Karte sogar immer angezeigt.

Der Hauptvorteil der OSM Karten liegt darin, dass sie oft viel detailreicher sind. Allerdings ist das nicht unbedingt auch immer praktisch. Für die Immobiliensuche z.B. gite es bestimmte Dinge wie Schulen, ÖPNV oder Einkaufsmöglichkeiten die praktisch sind, andere wie z.B. Ampeln sind für die meisten Nutzer nicht so wichtig. Mit dieser Masse an Informationen wird die Karte schnell sehr vollgepackt.

Doch zum Glück gibt es Cloudmade! Mit diesem (kostenlosen) Service kann man OSM Karten einfach selber anpassen. Man kann bestimmen welche Informationen angezeigt werden sollen und auch das Design selber anpassen, so dass die Karte auch farblich in den Kontext der eigenen Seite passt. Dann kann man die so erstellte Karte per API einbinden.

An sofort haben wir bei Nestoria eine mit Hilfe von Cloudmade gestaltete OSM Karte. Diese kann man ausprobieren indem man in der URL das "www" durch "openstreetmap" ersetzt. Also z.B. statt

http://www.nestoria.de/immobilien/mieten/altstadt_stadtteil-von-dresden 

http://openstreetmap.nestoria.de/immobilien/mieten/altstadt_stadtteil-von-dresden

Hier drei Bilder-Galerien mit ein paar Beispielen:

Dresden

(download)
Der Dresdner Blüherpark wird nur in OSM erfasst, man erkennt auch schön die Wege im Park. Es werden auch nahegelegene Parkplätze angezeigt. In unserer Cloudmade Version sind ausserdem ÖPNV Stationen vorhanden, allgemein wirkt das Design übersichtlicher.

 

Hamburg

(download)
In Hamburg sieht man am Hafen auf den Standard-OSM Karten viel mehr Details, die wir aber mit Cloudmade zu grössten Teil nicht anzeigen, da sie für unsere Zwecke nicht relevant sind. Ein paar Details wie z.B. Bahnschienen bleiben allerdings.

 

Stuttgart

(download)
In Stuttgart kann man gut sehen welche Fülle von Lokalinformationen OSM bietet. Dies ist zum einen möglich weil die freiwilligen Helfer auch solche Informationen eifrig sammeln,zum anderen deswegen, weil diese Leute vor Ort sind und die Informationen auf dem laufenden halten können. Das meiste davon haben wir beibehalten. Ausserdem sieht man auch viele Gebäudeumrisse und Plätze.

Einen Nachteil hat diese Umsetzung allerdings: Beim ersten Laden brauchen die Karten ein wenig länger. Dies gibt sich aber wenn die Karte erstmal imBrowsercache ist.

Wir wünschen allen Nutzern viel Spass mit den neuen Karten und ein schönes Wochenende!

 

 

 

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Schöne Kartenkunst

Dass Karten nicht nur nützlich sondern auch schön sein können haben wir hier ja schon des öfteren bewiesen. Die prettymaps von Stamen Design allerdings sind so schön, dass sie eigentlich in den Bereich Kunst fallen.

prettymaps ist zusammengestellt aus Flickr Shapefiles, die geographische Gebiete mit Hilfe von geogetaggten (Gegeotaggten? Geographisch markierten?) Fotos von Flicks Nutzern eingrenzen, Urban Areas von Natural Earth, anhand derer dicht besiedelte Gebiete visualisiert werden und Strassendaten von (natürlich!) OpenStreetMap.

So entsteht eine online Karte die zunächst aussieht wie ein abstraktes Gemälde und auf jeder Zoomstufe andere Farben und Formen annimmt.

Prettymaps_berlin

Aber das ist nicht nur schön anzusehen, sondern offenbart so auch gleichzeitig im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtige Informationen. Diese Weltkarte zum Beispiel zeigt als weisse Schatten Orte, an denen Flickr Nutzer Fotos gemacht haben, in blau und grün sieht man Strassen aus OSM und die orangenen Punkte sind urbane Gebiete von Natural Earth.

Prettymaps_world

Ich jedenfalls könnte mir gut vorstellen mir so eine Karte im Großformat an die Wand zu hängen, Popart für Kartenfans!

Weitere Infos und Details zu den verschiedenen Schichten und Formen gibt es hier.

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Posted by nomsa