Nestoria Rückblick: Interviews 2010

Traditionell nutzen wir den Jahreswechsel um unsere Interviewserie noch einmal zu beleuchten und zu sehen, was wir im letzten Jahr wieder feines von unseren Interviewgästen gelernt haben. Auch 2010 hatten wir wieder einige interessante Kandidaten, an alle die sich bereiterklärt haben uns Rede und Antwort zu stehen nochmals vielen Dank!

 

Josh Devins, Nokia 

Worum geht's:

Josh Devins ist bei Nokia Software Architekt im Bereich Karten und arbeitet an Ovi Maps in Berlin. Das Interview wurde aus dem englischen übersetzt. Josh berichtete von den Herausforderungen für eine traditionelle Handyfirma wie Nokia in neue Bereich vorzustoßen. Er sieht die Zukunft des mobilen Marktes in der Schnittstelle zwischen realer und virtueller Welt, neue Wege Orte zu entdecken und die Welt zu erforschen stehen im Vordergrund.

Bester Satz:

Kartographie und Ortung im allgemeinen sind eigentlich die ultimative Manifestation einer Person in ihrer Welt. Es geht darum Geräte, Mobilität und Beziehungen zurück in die physische Welt der Menschen zu holen.

 

Yule Schmidt, Twitter

Worum geht's:

Yule Schmidt koordinierte als Internationalisierungsspezialistin die deutsche Übersetzung von Twitter. Der Hauptteil wurde von Twitter-Nutzern übersetzt, wobei ein extra für diesen Zweck gebautes Tool eine Art demokratische Übersetzung möglich machte. Ich habe damals auch mitgeholfen und durfte die Diskussionen um "Du", "du", "Folger", "Verfolger" etc. live miterleben... In diesem Interview erzählt Yule wie von der Arbeit an der Internationalisierung und wie das Endergebnis bei den deutschen Nutzern angekommen ist.

Bester Satz:

Ich habe viele negative E-Mails wegen der “Du”-Entscheidung erhalten – ich werde immer noch von “Du”-Alpträumen geplagt! 

 

Chris Osborne, Neogeograph 

Worum geht's:

Chris war Organisator der Londoner #geomob Treffen (inzwischen hat er sich zur Ruhe gesetzt und wir haben die Organisation übernommen) und arbeitet bei ITO World. Er hat 2010 das WhereCampEU in London auf die Beine gestellt. Im Interview erzählte er von den Anfängen der WhereCamp Idee in den USA und erklärte useren Lesern was Neogeographie ist.

Bester Satz:

Der größte Coup den Apple gelandet hat, war es die Leute davon zu überzeugen, dass das iPhone kein Computer ist, sondern ein Mobiltelefon.

 

Dirk Rumberg, WerWieWas.de 

Worum geht's:

Dirk Rumberg ist Geschäftsführer von WerWieWas.de. Die Seite ist ein "hyperlokales" Informationsportal, das auf lokale Experten setzt die kollaborativ Informationen über regionale Orte, Neuigkeiten, Geschäfte etc. sammeln. Seit diesem Jahr ist auch die Nestoria Immobiliensuche in die Seite eingebunden. In unserem Interview erklärt er wie dieses Konzept umgesetzt wird und was die Schnittstelle zwischen lokalen Informationen und Immobiliensuche ist.

Bester Satz:

WerWieWas.de ist die Dorfkneipe des Internetzeitalters – wobei die Dorfkneipe nicht wörtlich zu nehmen ist, sondern natürlich auch die Eckkneipe in der Großstadt sein kann – oder für die, die es bildungsbürgerlicher mögen: die Agora – also der Marktplatz – der griechischen Polis. Das, was dort an Alltagskommunikation stattfand, hat in der modernen Welt keinen Ort mehr. 

 

Markus Thielking, skobbler

Worum geht's:

Skobbler ist eine iPhone und Andorid Applikation die Navigation auf dem Handy ermöglicht. Wir hatten Markus auf dem WhereCampEU kennengelernt und und vor allem für ihren Wechsel von kommerziellen zu OSM Karten interessiert. Im Interview erzählt er wie es zu dem Wechsel kam, was die Vorteile für skobbler und Nutzer sind und wie die Zukunft von skobbler aussieht.

Bester Satz:

Wir glauben, dass OpenStreetMap schon bald die detaillierteste Karte der Welt sein wird. 

 

Matthias Dietrich, Perl-Workshop 

Matthias, Organisator des Perl-Workshop 2010 in Schorndorf, über das 12. Jahr der Konferenz, Perl-Nutzer in Deutschland und warum Perl die beste Programmiersprache der Welt ist [Ed.: ehem, okay, das ist vielleicht auch stark voreingenommen von uns wiedergegeben ;-)]

Bester Satz:

Perl ist ein Allzweckwerkzeug, das ich für jeden kleinen und großen Task nutzen kann.

 

Henrik Wolter, vergleichen.de 

Worum geht's:

Vergleichen.de ist eine weitere Seite auf der man die Nestoria Immobiliensuche nutzen kann. Henrik Wolter beleuchtet die Bedeutung von Vergleichsportalen in Deutschland und den Unterschied zwischen Web 2.0 und Expertenwissen.

Bester Satz:

Viele Kunden vergleichen Preise im Netz, kaufen dann aber im Laden um die Ecke. Oder anders herum: Sie lassen sich im Laden beraten, kaufen dann aber im Netz, beide Varianten kommen häufig vor.

 

Florian Haas, Deutscher Mietkautionsbund e.V.

Worum geht's:

Der Deutsche Mietkautionsbund e.V. vermittelt Mietbürgschaften, so dass Miter nicht mehr für eine hohe Kaution aufkommen müssen die dann ungenutzt auf der Bank liegt. Florian Haas zur Idee für den Verein, die Reaktion von Vermietern und warum in Deutschland mehr gemietet wird als anderswo.

Bester Satz:

Nach den flächendeckenden Zerstörungen im 2. Weltkrieg wurde der Sozialwohnungsbau sehr stark gefördert und damit erst einmal das Grundbedürfnis nach bezahlbaren Wohnungen befriedigt.

 

Remy Sharp, HTML Experte

Worum geht's:

Remy ist Autor des Buches "Introducing HTML5" und organisiert die Full Frontal Javascript Konferenz in Brighton. In unserem Interview erklärt er was HTML5 Neues bringt und was uns in nächster Zeit im Bereich Frontend-Entwicklung erwartet.

Bester Satz:

Ich glaube die radikalen Verbesserungen werden alle unter der Haube stattfinden und eher wie graduelle Innovationen wirken.

 

Marc Wick, GeoNames

Worum geht's:

GeoNames ist eine kostenlose Datenbank die geographische Daten enthält. Wir unterstützen das Projekt seit einiger Zeit. Im Interview erläutert Marc die Idee hinter dem Projekt und warum kostenlose Geodaten nicht nur für Internet-Projekte, sondern z.B. auch für den Straßenverkehr und Politik wichtig sind.  

Bester Satz:

Immer mehr Behörden erkennen, dass es eigentlich ihre Aufgabe wäre diese Daten möglichst einfach und uneingeschränkt zur Verfügung zu stellen.

 

Stefan Wehrmeyer, Mapnificent

Worum geht's:

Mapnificent ist eine hervorragende Informationsvisualisierung von Fahrzeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in inzwischen 25 Städten (wir berichteten vor einigen Monaten darüber hier im Blog). Seitdem ist auch eine API hinzugekommen mit der man Google Maps-Anwendungen eine Mapnificent-Ebene hinzufügen kann um zum Beispiel die Erreichbarkeit einer Gegend als Heatmap darzustellen.

Bester Satz:

Die momentane Herausforderung ist ungleich schwerer: mehr Städte hinzufügen. Betreiber von öffentlichen Verkehrsmitteln sind gerade in Deutschland sehr rückständig, wenn es darum geht, maschinenlesbare Daten und nicht nur PDF-Haltestellenfahrpläne mit der Öffentlichkeit zu teilen.

 

Damit ist der Rückblick auf unsere Interviewserie abgeschlossen.

Wir freuen uns darauf auch 2011 wieder mit interessanten Gesprächspartnern Interviews zu führen und eine Vielfalt an Ideen und Projekten hier präsentieren zu können. Unseren bisherigen Interviewpartnern wünschen wir viel Erfolg weiterhin!

 

 

Posted by nomsa 

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