Die Stadtinsel Baarle-Hertog

WIr haben hier im Blog schon früher über interessante Grenzverläufe gesprochen, doch dieser Fall, auf den ich durch meine Kollegin Kat vom Nestoria Australia Blog aufmerksam wurde, ist besonders...besonders.

Die Belgische Stadt Baarle-Hertog befindet sich innerhalb der Niederlande und besteht aus 24 separaten Landstücken. Sie ist mit der niederländischen Stadt Baarle-Nassau verwachsen und um die Verwirrung perfekt zu machen enthalten einige Stücke der belgischen Seite niederländische Enklaven.

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Diese Situation führt natürlich zu nicht unerheblichen Verwirrungen. Steuern werden zum Beispiel von jeden haushalt in demjenigen Land gezahlt, in dem sich die Haustür befindet. Viele Geschäfte verlegen deshalb kurzerhand ihre Tür in die steuerlich günstigere Zone. Besucher müssen sich mit zwei verschiedenen Steuerregeln auseinandersetzen. 

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Es gab eine Zeit, in der die Geschwindigkeitsbegrenzung in den Niederlanden 60 kmh und in Belgien 50 kmh betrug, so dass eine Autofahrt durch die Stadt zeimlich ruckelig werden konnte.

1971 zog eine zwielichtige Bank in die Stadt ein und besetzte ein Gebäude, das sich direkt auf der Grenze befand. Durch diesen findigen Trick konnten weder die niederländischen noch die belgischen Behörden das Haus durchsuchen - die Belgier kamen nicht an den Safe ran, der sich hinter den Schaltern auf der niederländischen Seite befand, während die niederländischen Beamten zwar an den Schaltern vorbeikamen, aber den Safe nicht durchsuchen durften der sich auf der belgischen Seite befand. Schliesslich konnte man sich auf eine gemeinsame Aktion einigen und die Bank wurde nach einer Hausdurchsuchung Bankrott erklärt, es handelte sich offensichtlich ein eine Geldwäsche-Operation für Drogengelder.

 

 

Posted by nomsa 

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