Die Visualisierungen von ITO haben wir in unserem Blog ja schon öfters vorgestellt. Die Londoner Firma spezialisiert sich auf die Darstellung von Karten und Verkehrdaten.
Im folgenden Vortrag (auf Englisch) von der Next Konferenz 2011 in Berlin zeigt Chris Osborne eine Reihe neuer und alter Visualisierungen und erklärt, dass Daten, richtig betrachtet, eine Geschichte erzählen die uns viel über unsere Umwelt verraten kann.
Unser Interview des Monats haben wir diesmal mit Tobias Hallermann von komoot, einem Service für Tourenplanung, geführt.
Hi Tobias. Kannst du unseren Lesern bitte kurz erklären was komoot ist und wofür sie es nutzen können?
Komoot ist ein intelligentes Planungssystem für Menschen, die gerne draußen sind. Praktisch für alle, die Outdoor-Erlebnisse lieben. Wir sind die ersten, die Touren nach den persönlichen Wünschen unserer User berechnen und vorschlagen.
Dazu kann man unter www.komoot.de einfach seinen gewünschten Startpunkt angeben, Sportart, Kondition und weitere Parameter festlegen und die gewünschte Dauer für die Wanderung, Mountainbike-, Fahrrad- oder Bergtour angeben und komoot berechnet verschiedene Vorschläge.
Die Touren können dann weiter angepasst werden durch Highlights auf der Strecke ergänzt werden. Ob Gipfelerlebnis, Picknick im Grünen oder Apfelkuchen in der Stadt. Der User gibt an, was für Erlebnisse er entdecken will und komoot zeigt ihm, wo er sie finden kann.
Mit der iPhone und Android App kann der User die Tour dann mitnehmen und sogar unterwegs noch umplanen.
Stand für euch von vornherein fest, dass ihr Open Street Map verwenden wollt oder gab es auch Überlegungen einen anderen Kartendienst zu benutzen? Worin seht ihr die Vor- und eventuell auch Nachteile bei Open Street Map?
Wir haben OpenStreetMap natürlich zunächst mit anderen Anbietern verglichen. In vielen Bereichen bietet OSM schon jetzt die besten Informationen. Außerdem glauben wir an den Open Source.
Komoot setzt deshalb schon von Anfang an auf OpenStreetMap als eine der größten Datenquellen. Gemeinsam mit Daten und Informationen weiterer Dienste und unserer Partner generieren wir unsere eigenen Outdoor-Karten und die Millionen von Datensätzen für unser Routing. So können wir die individuellen Vorschläge für Freizeit-Erlebnisse berechnen.
Alle Vorteile aufzulisten, würde vielleicht den Rahmen sprengen. Freie, hochwertige Geo- Daten, ständige Erweiterungen und Aktualisierungen durch eine riesige Community, …
Manchmal merken wir allerdings, dass Nutzer oder Partner noch nicht das volle Vertrauen in OpenStreetMap hab. Andere Karten genießen gelegentlich höheres Ansehen, obwohl sie häufig veralteter sind oder weniger Informationen mitbringen. Das ist wohl der einzige Nachteil.
Gibt es Feedback von der Community zu eurem Produkt?
Wir sind die ersten, die in dieser Form eine Tourenplanung für’s Fahrrad, Mountainbike und Wandern anbieten und sind dort auch den großen Anbietern ein Stück voraus. Viele aus der Community freuen sich darüber, dass es unsere Service gibt, der so viel aus den vorhandenen Informationen raus holt und gleichzeitig sehr benutzerfreundlich ist.
Umgekehrt arbeiten wir daran, die Community zu unterstützen. Wir erarbeiten dafür grade ein Konzept, um dies möglichst effizient und einfach zu gestalten um so den größten Mehrwert für das Projekt und seine Nutzer zu schaffen.
Zu guter letzte eine eher allgemeine Frage: Was ist für dich im Moment die spannendste Entwicklung im Internet, und wo siehst du noch Verbesserungsbedarf?
Da komoot Vorschläge für die Freizeit berechnet interessiere ich mich natürlich sehr für das Thema Recomendation. In einigen Bereichen gibt es schon spannende Dienste, beispielsweise für Musik. Komoot macht im Bereich Geodaten einen großen Schritt weg von der Suche einzelner, verstreuter Informationen hin zu einem intelligenten Empfehlungsdienst für Ausflugsziele und Touren.
Der Trend weg von der allgemeinen Suche hin zur Personalisierung. Recommendation Engines bieten viele neue Herausforderungen und Chancen. Ich finde es sehr spannend, welche technischen Lösungen es zukünftig geben wird, welche Rolle soziale Netzwerke dabei spielen werden und wie neue Dienste und Produkte aussehen können.
Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg noch mit komoot!
Wer Google Maps viel benutzt hat es wahrscheinlich selber schon erlebt: Man sucht nach einem Geschäft in der Umgebung, z.b. nach einem Supermarkt, und wenn man dort ankommt existiert der Laden nicht mehr. Oder man hat sich extra eine gute Route zum Ziel im Vorfeld recherchiert und es stellt sich heraus, dass das was auf Google Maps aussieht wie eine Landstrasse ist in Wirklichkeit ein Feldweg. Selbst Grenzverläufe sind, wie vor kurzem berichtet, nicht unbedingt zuverlässig
Es ist nicht schwer sich vorzustellen woran das liegt: Die enorme Masse an Daten ist selbst für einen riesigen Apparat wie Google nur schwer aktuell zu halten. Deswegen ist OpenStreetMap gerade was Lokaldaten und Aktualität und Korrektheit der Daten angeht nur schwer zu schlagen. Schliesslich sind im Idealfall, in Ländern in denen es viele aktive “Mapper” gibt, hunderte von Leuten vor Ort die sich um die Pflege der datenbank kümmern.
Der Vorteil dieses Systems ist auch Google bewusst. In 183 Ländern können Nutzer mithilfe von Map Maker Karten bearbeiten und Informationen hinzufügen. Es handelt sich dabei vor allem um kleinere und / oder nicht-westliche Länder, weswegen bis vor kurzem wahrscheinlich die wenigsten leute jemals von dem Tool gehört haben. Seit diesem Monat jedoch ist Map Maker auch in den USA verfügbar.
Laut Google haben inzwischen dank Map Maker 30% aller Leute eine detaillierte Online-Karte ihrer Umgebung.
Auf Map Maker Pulse kann man live und animiert mit Google Earth sehen, wo neue Informationen hinzugefügt werden, macht mehr Spass als man denken sollte!
Die Tatsache dass OpenStreetMap ein Open Source Projekt ist, was bedeutet, dass die Daten am Ende allen gehören, wohingegen Google nach wie vor die Rechte an ihren Karten behalten sollte an dieser Stelle nochmal betont werden. Nichtsdestotrotz denke ich es kann kein Fehler sein, wenn dieses Projekt bedeutet, dass mehr Menschen auf der Welt Zugang zu besseren Karten haben. OpenStreetMap erreicht nicht alle Menschen, einem kommerziellen Unternehmen wie Google fällt dies natürlich einfacher, wenn ein (finanzielles) Eigeninteresse solche Projekte rechtfertigen kann. Oder kurz gesagt: besser Google als gar nichts.
Noch kann Map Maker in Deutschland genutzt werden, und angesichts der fast perfekten Abdeckung durch OpenStreetMaps wage ich auch zu bezweifeln, dass es Sinn machen würde.
Wir haben hier im Blog vor einer Weile über Green Map berichtet, eine “offene Ökokarte”. Meine Kollegin Kat vom Nestoria Australia Blog sprach vor kurzem mit Thomas Turnbull von Green Map. Hier die Übersetzung des Interviews:
Thomas ist Open Source Web-Entwickler in Brooklyn, New York. Er ist ausgebildeter Geograph und arbeitete für ein paar Jahre in Schottland, wo Menschen Menschen in Sachen Kompostierung weiterbildete, bevor er nach New York ging, um für Green Map zu arbeiten. Durch Green Map wurde er leidenschaftlich Botschafter von Open Source Technologien und offener Kartographie. Er arbeitet momentan für Zagat, eine Restaurant-Bewertungs Webseite, und ist weiterhin im Vorstand von Green Map.
Danke für das Gespräch Thomas, kannst Du für diejenigen, die es noch nicht kennen, einen kurzen Überblick über das Green Map Projekt geben?
Green MPs ist eine gemeinnützige Firma die im Jahre 1995 gegründet wurde, um mit Gruppen auf der ganzen Welt daran zu arbeiten grüne Projekte in ihrer Gemeinde festzuhalten. Green Maps hat mit über 700 Communities in 55 Ländern eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, wie Bike-Routen, Recycling Punkte, Parks und grüne Unternehmen auf der Karte verzeichnet. Kartographie war traditionell eine spezialisierte Fähigkeit. Green MPs arbeitet daran, es in einen Prozess zu verwandeln an dem sich jeder beteiligen kann. Kartographie ist eine wirklich große Möglichkeit für Menschen, ihr Umfeld zu verstehen und ein überraschend nützlicher Weg Verbesserungen in die Wege zu leiten.
Kannst du etwas über deine Arbeit speziell für Green Map erzählen?
Während ich bei Green Map arbeitete war ich Leiter der Entwicklung der Online-Mapping Plattform. Drupal hat tausende von Add-on Modulen um weitere Funktionen zu einer Webseite hinzuzufügen, z.B. editierbare Karten. Zu diesen Modulen habe ich damals viele Elemente hinzugefügt, um die Seite genau an unsere Bedürfnisse anzupassen, damit unsere Nutzer ihre Nachbarschaft einfach kartieren können.
Ich arbeite inzwischen woanders, bin aber immer noch im Vorstand, wo ich vor allem in Bezug auf Technologie eine beratende Funktion ausübe. Momentan sind eine mobile Seite und eine iPhone App in der Entwicklung.
Wir bei Nestoria sind große Fans von Open Source, kannst Du über deine eigenen Erfahrungen mit der Open Source Community sprechen?
Meine erster richtiger Kontakt mit Open Source war im Jahr 2007, als ich nach New York zog, um für Green Map zu arbeiten. Wir brauchten eine Webseite auf der all die verschiedenen Gruppen sich einloggen, die Karten-Werkzeuge nutzen, Ideen austauschen und ihre Karten veröffentlichen konnten. Es wurde beschlossen, für diesen Zweck Drupal zu nutzen. Drupal ist ein Open Source Content Management System, ein Werkzeug um interaktive communitybasierte Webseiten zu bauen. Als Freiberufler hatte ich an meinen eigenen Content Management Systemen gearbeitet, aber plötzlich stiess ich auf dieses Werkzeug, das von tausenden von Menschen, alle talentierter als ich, gebaut wurde. Als ich anfing mit Drupal zu arbeiten entdeckte ich, dass Drupal mehr als nur ein Stück offene Technik ist, es ist auch eine große Gemeinschaft von Menschen die Leidenschaft für den Code haben den sie schreiben und mehr Leute dazu kriegen wollen ihn zu verwenden. In den Jahren seither bin ich tief in diese Gemeinschaft eingetaucht, ich besuche monatliche Treffen, helfe lokale Drupal Camps zu organisieren, die von über 300 Menschen besucht werden und vor kurzem habe ich bei der DrupalCon in Kopenhagen einen Vortrag gehalten. Der Der neue Slogan von Drupal erfasst, worum es geht: “Komm’ für den Code, bleib’ für die Community”.
Kannst du Beispiele nennen, wo andere coole Dinge mit deinen Open Source Beträgen gemacht haben?
Es gibt viele fantastische Green Maps, die von verschiedenen Gruppen auf der ganzen Welt mit Hilfe der Mapping-Plattform, die ich für Green Map gebaut habe, erstellt worden sind. Zwei meiner Favoriten sind Baltimore und Kapstadt.
Derzeit kenne ich nur eine Gruppe in Australien, in Rosehill NSW.
Es ist auch toll zu wissen, dass ich ein paar Zeilen Code geschrieben habe, die für die Webseite des Weißen Hauses verwendet werden.
Was sind einige der Karten die du erstellt hast und die auf dem Open Green Map zu sehen sind?
Einige der Green Maps decken ein breites Spektrum von Points of Interest ab, wie die Baltimore Karte. Andere konzentrieren sich auf etwas ganz Konkretes. Es gibt eine Karte von Clackmannanshire, der kleinsten Grafschaft in Schottland, die alle ehrenamtlichen Organisationen dort anzeigt. Es hat mich umgehauen zu sehen, wie viel auf einer so kleinen Fläche geschieht.
Ein weiterer meiner Favoriten, da ich einen Hintergrund in der Kompostierung habe und in New York lebe, ist die NYC Kompost Karte.
Hast du eine Wunschliste von Dingen, die du gerne auf Green Maps sehen würdest, für die es bisher nur noch nicht die Zeit oder die Technologie gibt?
Die größte Hürde für Green MPs ist die Finanzierung. Die letzten beiden Jahre waren sehr hart für nicht-gewinnbringende Projekte. Wir haben viele Ideen für neue Werkzeuge die wir gerne bauen würden, aber es ist schon schwierig die laufenden Kosten zu decken, geschweige denn neue Projekte zu starten.
Was denkst du über den aktuellen Trend Informationen an Karten darzustellen - glaubst du das ist die Zukunft? Vor allem online?
Der Erfolg des Smartphones in den letzten Jahren hat Ortung wirklich wichtig gemacht. Wenn ich heute Abend nach einem Platz zum essen suche ist es mir egal, ob er 200 Fünf-Sterne Rezensionen hat, wenn er auf der anderen Seite der Stadt ist. Wenn ich einen Ort suche um Batterien zu recyceln bin ich eher bereit einen Umweg zu machen, aber nicht wenn der Ort nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Die Projekte, die mich im Moment am meisten interessieren sind solche wie Yelp und Foursquare, die in der Lage sind Ort mit zeitkritischen Informationen und Interaktion der Nutzer zu kombinieren.
Wir lieben clevere Karten-Werkzeuge und Online Mashups - hast du Empfehlungen für uns?
Ein Karten Mashup, das ich vor kurzem entdeckt habe ist eine Karte die Daten aus dem Transportplanungs-Paket von 2000 in den USA nutzt. Es zeigt Pendlermuster nach Postleitzahl sortiert auf einer Google Karte.
Trulia ist eine US-amerikanische Immobiliensuche. Die machen einige erstaunliche Dinge mit Karten. Sie haben viele Daten und verwenden sie wirklich sinnvoll - zum Beispiel indem sie Nutzer nach Immobilien in bestimmten Stadtvierteln oder Postleitzahlenbereichen suchen lassen. Ihre Karte die Immobilienpreistrends auf der Karte überlagert zeigt ist beeindruckend.
Der Cloudmade-Editor ist auch erstaunlich. Damit kann man die Farben der Open Street Map Karten über eine sehr einfache Benutzeroberfläche anpassen.
Gibt es noch etwas das du hinzufügen möchtest?
Es gibt ein tolles Tutorial zum Thema Kartographie mit Drupal hier.
Für Menschen, die mehr über Drupal im allgemeinen erfahren möchten: finden Sie Ihr lokales Drupal-Treffen, oder gehen Sie zu http://drupal.org um die ersten Schritte zu lernen.
Vielen Dank für das Interview Thomas! Erfahren Sie mehr über Thomas auf seiner Webseite oder auf Twitter.
Weil’s so schön war heute wieder mal ein Video von der TED Konferenz, wieder über Daten, diesmal aber geht es auch um Karten.
Unsere Freunde von ITO (die auch die OSM Animation Eyjafjallajökull gemacht haben) haben, wie schon berichtet, zur diesjährigen TED Konferenz eine Visualisierung für Tim Berners-Lee, den Vater des Internets, produziert, die die OSM Daten von 2009 und die von Haiti vor und nach den Erdbeben verbindet.
Tim Berners-Lee hatte vor einiger Zeit gefordert öffentliche Daten frei zugänglich zu machen und berichtete bei TED über die ersten Ergebnisse nachdem einige Regierungsstellen im letzten Jahr damit begonnen haben Daten freizugeben.
Hier das Video des Vortrags in dem der Film verwendet wurde, in dem etwa fünfminütigen Film finden sich auch noch einige andere nette Visualisierungen.
Es ist immer wieder erstaunlich was für interessante Projekte aus der Masse an Daten entstehen können die heute Dank Computerisierung zu Verfügung stehen. Dieser Vortrag zeigt, dass grade öffentliche Daten wertvoll sein können wenn sie frei zur Verfügung gestellt werden statt irgendwo auf Festplatten (oder gar in Aktenordnern!) vergessen zu werden.
… nein, es geht nicht um die WM, der Gewinner bei diesem Wettbewerb ist bekanntermassen Spanien, was hier in unserem Büro für einige müde aber nichtsdestotrotz glückliche Gesichter am Montag gesorgt hat.
Es geht um den Gewinner unseres Elevator Pitch bei der SOTM 2010 in Girona. Wie angekündigt haben wir die Preisverleihung gesponsert und auch einen kleinen Preis in Form einer historischen Weltkarte mit Plakette verliehen. Haushoch gewonnen hat Frederic Ramm von Geofabrik, einer deutschen Firma. Die Geofabrik bietet Expertenrat bei allem rund um Geo und OSM und hilft damit anderen Firmen Zeit und Geld zu sparen.
Hier ein Video der Preisverleihung, eine ausführlichere Zusammenfassung hat Ruben drüben im Nestoria UK Blog verfasst.
Geotagging (auch Georeferenzierung genannt) ist eines der Elemente das im Trend um geographische Dienste eine Rolle spielt. Neben Lokalisierung (z.B. bei Foursquare) ist die Verknüpfung von Daten wie z.B. Fotos mit geographischen Angaben ein wichtiges Element.
Inzwischen besitzen viele digitale Kameras GPS, so dass jedes Bild mit einem Geotag versehen werden kann. Wenn diese z.B. bei Flickr oder Picasa hochgeladen werden können sie über die API der Dienste wiederum abgerufen werden.
Man kann an den Bildern schön erkennen, wo die Hauptattraktionen in den jeweiligen Städten liegen und wie sehr diese im Zentrum gebündelt sind. Zum Vergleich hier Tokyo:
In Tokyo gibt es anscheinend viele kleinere Points of Interest. Paris dagegen ist sehr stark zentralisiert:
Die beiden Cluster ausserhalb des Stadtzentrums sind La Defense im Nordwesten und Versailles im Südwesten.
Es ist natürlich wichtig im Kopf zu behalten, dass es sich hier um Fotos von Nutzern von Flickr und Picasa handelt, man kann davon ausgehen, das viele davon Urlaubsfotos sind. Das bedeutet, dass vor allem Dinge die für Touristen interessant sind so überproportional vertreten sind.
Das komplette Set mit 50 Fotos gibt es hier zum anschauen, übersichtlich als Kartenansicht. In unserer Fotogalerie ein paar weitere Beispiele, der Reihenfolge nach: New York, London, Berlin und Las Vegas.
Steve Coast von OpenGeoData hat sich zusammen mit einem Webdesigner Gedanken über das Design von OpenStreetMap gemacht, das ja sowohl vom optischen als auch von der Usability her einiges zu wünschen lässt. Das Ergebnis kann man hier betrachten. Ich finde das neue Design sehr gelungen. Vor allem mein Hauptproblem mit dem jetzigen Design wurde behoben: endlich rückt die Suchbox in den Fokus. Im Moment steht der technische Aspekt der Seite im Vordergrund, die Schaltflächen zum editieren, exportieren und die Historie stehen gleichberechtigt neben der puren Nutzung als Onlinekarte. Dies spiegelt den Hintergrund der OSM-Gemeinschaft wider, in der viele der engagiertesten Mitgleider einen technischen Hintergrund haben. Doch mit der stärkeren Verbreitung von OSM gibt es immer mehr Nutzer die lediglich einen Ersatz für kommerzielle Seiten wie Google Maps suchen. Für diese Nutzer ist die Suchbox das wichtigste Element auf der Seite. Auch sonst ist das Design einfacher und übersichtlicher - etwas auf das wir bei Nestoria auch viel Wert legen.
Die Diskussion ist jedenfalls im Gange und ich hoffe, dass OSM bald ein neues und frischeres Design bekommt. Jetzt wo OSM (zumindest in Europa und den USA) eine kritische Masse erreicht hat, wird es immer wichtiger Nutzer zu gewinnen. Schliesslich geht es nicht nur darum Daten zu sammeln, oft ist es mindestens genauso wichtig sich Gedanken darüber zu machen, wie die Daten dargestellt werden damit sie für möglichst viele Menschen einfach zugänglich sind.