Die Erdbebenkatastrophe in Haiti dominiert ja in den letzten Tagen die Nachrichten. Doch wie so oft ist es schwer, das Ausmaß einer solchen Katastrophe ganz zu erfassen. Im Fernsehen bekommt man einen Eindruck wie furchtbar die Konsequenzen für die Menschen in den betroffenen Gebieten sind.
Einblicke in das geographische Ausmaß der Zerstörung geben die aktuellen Satellitenbilder die Google zusammen mit GeoEye zur Verfügung gestellt hat. Bei Google kann man diese als Google Earth Layer laden. Es gibt auch schon einige andere Seiten, die diese Bilder aufbereitet haben. Zum Beispiel diese dänische Seite, die einfach die Bilder von Port-au-Prince vom 13. Januar bereitstellt. Vor allem wenn man näher heranzoomt sieht man, dass kaum Häuser nicht betroffen sind.
Am eindrucksvollsten sind die Bilder bei der New York Times verarbeitet. Mit Hilfe eines Sliders kann man einen Ausschnitt vorher und nachher direkt vergleichen. Dank solcher technologischen Innovationen rückt die Welt gerade anlässlich solcher Katastrophen näher zusammen.
Über flowingdata, ein Blog das sich mit dem Thema Infografiken/ Visualisierung von Daten beschäftigt, bin ich auf dieses Video des American Museum of Natural History aufmerksam geworden. Es beginnt beim Himalaya und zoomt dann immer weiter weg, bis wir schließlich das Ende des uns bekannten Universums erreichen, wo der Urknall noch nachleuchtet. Nicht nur die Dimensionen des Universums sind überwältigend, es beginnt schon bei der schieren Menge von Umlaufbahnen der verschiedenen Satelliten die die Erde umkreisen und unser Kommunikationszeitalter erst möglich machen. Nicht nur grafisch ansprechend, auch wie die sicherlich nicht unbeträchtliche Datenmenge anschaulich präsentiert wird ist beeindruckend.
Ich hoffe alle haben die Feiertage gut überstanden und sind sicher ins neue Jahr gerutscht!
Bei Nestoria sind wir wieder frisch am Werk und arbeiten an all den schönen Dingen die wir im Jahr 2010 vorhaben. Für unsere Kollegin Kat bedeutet das vor allem sich mit den landesspezifischen Kleinigkeiten wie Geographie und Lokaldaten zu beschäftigen. Und selbst als waschechte Australierin stößt sie dabei immer wieder auf neue und amüsante Eigenheiten des Landes. Zum Beispiel scheint es eine Vorliebe für seltsame Ortsnamen zu geben. Ein Vorort von Melbourne heißt zum Beispiel “Batman” während sich “Christmastown” irgendwo in Victoria befindet. Diese und andere kleine Anekdoten teilt Kat im Nestoria Australia Blog mit allen interessierten Lesern, die gerne wissen möchten was sich hinter den Kulissen von Nestoria Australien so tut.
Klaus berichtet drüben beim GPSies Blog von einem neuen Spiel für Android und iPhone das bald erhältlich sein soll. Es basiert auf dem alten Spieleklassiker “Scotland Yard” und wenn man nach dem urteilt was Klaus so erzählt scheint es sehr viel Spass zu machen.
Mit Hilfe von GoogleMaps und mit GPSfähigen Mobiltelefonen ausgestattet ist ein Spieler wie üblich Mr. X und die anderen müssen ihn finden:
“Der Hauptteil der Software ist eine Google Maps Karte. Jeder Spieler ist dort als Spielfigur eingeblendet – jeder kann von jedem die Position auf dem realem Stadtplan sehen. Ein Spieler ist Mister X, dessen Position wird aber nur einmal in der Minute ermittelt.”
So wird die Stadt zum Spielfeld, wenn Mr. X nach 20 Minuten noch immer nicht gefunden wurde hat er gewonnen.
Ich finde das hört sich nach einer sinnvollen und spassigen Adaption des beliebten Dauerbrenners unter den Brettspielen an. Eigentlich naheliegend die Idee, mit GoogleMaps und GPS bietet sich das quasi an. Leider ist die Anwendung noch nicht für alle erhältlich (Klaus hatte Beziehungen und konnte schonmal vorab testen), aber sobald sie zu haben ist werde ich es sicher Mal austesten. Hier in London kann man ja eventuell sogar das Spielfeld nachstellen! Vielleicht nicht gerade jetzt im Winter, aber sobald der Sommer kommt ganz sicher!
Obwohl wir hier bei Nestoria uns ja für gewöhnlich mehr mit Technologie als mit Immobilien beschäftigen will ich heute mal eine Ausnahme machen. Wie viele Leute bin ich immer wieder erstaunt und entzückt was für Wohnideen andere Leute so haben. In letzter Zeit stolpere ich immer wieder über interessante Seiten die sich mit dem neuesten in Sachen Architektur und Design beschäftigen. Ein paar Fundstücke möchte ich hier der geneigten Leserschaft vorstellen.
1. WebUrbanist
Bei WebUrbanist gibt es immer wieder Bilder von Wohnungen und Häusern, wie z.B. hier vier interessant Inneneinrichtungen. Auch wenn die vielleicht nicht jedermanns Geschmack sind, Inspiriation für die eigene Wohnung oder das eigene Haus kann man hier immer finden.2. freshome Die Seite freshome legt eine stärkeren Fokus auf Architektur und Design. Hier findet man vor allem innovative Ideen wie dieses abgebildete Konzept für einen Marktplatz in Rotterdamm, aber auch oppulent gestaltete Inneneinrichtungen.
3. dornob
Auf dornob findet man die verrücktesten und unglaublichsten Ideen rund um Design genauso wie Architekturprojekte bei denen sich alles um ökologisches Bauen dreht oder Baumhäuser. Diese Seite ist eine meiner Lieblingsseiten, man findet immer etwas Neues und kann sich angucken wie andere Menschen so leben. Im oben gezeigten Fall handelt es sich um ein Erdhaus, das fast komplett in einem Hügel verschwindet. Aber auch dieses Haus in Japan, das mit Kieseln, Pflanzen und Lichthöfen die Grenze zwischen drinnen und draußen verschwinden lässt finde ich faszinierend.
Für alle, die wie ich gerne ab und zu in Architekturideen stöbern, lohnt es sich auf jeden Fall auf diesen Seiten vorbeizuschauen.
Vor einer Weile las ich im Internet von einer neuen Suchmaschine, die vor allem damit wirbt in Echtzeit zu suchen und sich auf die sozialen Aspekte des Internets zu konzentrieren. Immer dran interessiert was in Bereich Suchmaschinen passiert habe ich mir Leapfish angeguckt und muss sagen, dass ich es gar nicht mal schlecht finde. Die Suchergebnis-Seite für “nestoria” zum Beispiel zeigt neben den Hits auch eine Beschreibung von TechCrunch an: In anderen Fällen werden auch Ergebnisse von z.B. Digg in der Seitenleiste angezeigt. Interessant ist auch, dass man auswählen kann ob die Suchergebnisse von Google, Yahoo oder Bing kommen sollen.
Was die Echtzeit-Suche betrifft scheint damit vor allem Twitter gemeint zu sein. Die Ergebnisse bestehen jedenfalls nur aus Twitter Nachrichten, ausserdem wird nur eine Seite angezeigt - ist alles andere zu alt und damit nicht mehr frisch genug für “Echtzeit”? Ausserdem werden auf der Seite auch die aktuellen “Trending Topics” aus Twitter angezeigt. Weitere Such-Kategorien sind u.a. Bilder, Videos und Blogs.
Ingesamt sieht die Seite recht schick aus, wenn auch vielleicht stellenweise etwas unübersichtlich, vor allem die Startseite ist sehr vollgepackt. Wirklich super ist allerdings das Marketingvideo, sehr monumental ;-).
In England sind alle auf der Suche nach der Stadt Argleton in Lancashire, die zwar auf GoogleMaps auftaucht aber in der Realität nicht zu finden ist.
Es handelt sich wohl um einen Fehler in den Kartendaten von Google, der im Internet in den letzten Tagen für sehr viel Spass gesorgt hat.
In Deutschland dagegen wird kurzerhand ein Dorf erfunden, um Werbung für eine Fernsehserie zu machen.
Finsdorf ist der Schauplatz der neuen Staffel von “Stromberg”, der deutschen Version der britischen Serie “The Office”. Um die vierte Staffel zu bewerben wurden eine Webseite und mehrere Werbevideos für das fikitive Dorf produziert. Gedreht wurden die Szenen im Frühjahr in Bornheim/NRW. Für alle, die jetzt von einem Leben in diesem “Juwel der Heide” träumen - wir sind stets zu Diensten!
UMapper ist eine Online-Anwendung mit der jeder einfach Karten anfertigen kann, die dann in eine Webseite eingebunden werden können.
Das hört sich zunächst nicht besonders aufregend an. Das besondere ist aber, dass man mit Hilfe von UMapper neuerdings aus jedem Bild eine interaktive Karte machen kann - und zwar innerhalb von Minuten. Einfach ein beliebiges Bild hochladen, es muss noch nicht einmal eine Karte sein. Es stehen auch Vorlagen zur Verfügung u.a. OpenStreetMap und CloudMade Karten. Mit dem Editor kann man dann Marker setzen, die beim Mouseover Informationen anzeigen oder Bereiche hervorheben: Das alles ist sehr nützlich, doch auch für Spaß ist gesorgt: Mit minimalem Aufwand kann man ein interaktives Quiz zusammenbasteln (hier GeoDart genannt). Ich habe das mal ausprobiert, hier das Ergebnis: Für die fünf Fragen habe ich ca. 10 Minuten gebraucht. Da man ja alles hochladen kann sollte es eigentlich auch möglich sein, ein Quiz aus anderen Sachen als Karten zu machen, zum Beispiel eins wo man bestimmte Bildelemente finden muss.
UMapper läuft momentan noch als Beta, sieht aber jetzt schon vielversprechend aus!
Beim Cartogrammer Blog kann man ein Beispiel dafür finden was mit Visualisierungen von geographischen Daten so alles möglich ist. Andy Woodruff hat dort aus einer Karte vom US-Bundesstaat Ohio ein Klavier gemacht nachdem ihm eines Tages auffiel, dass der Staat 88 Kreise hat - und ein Klavier 88 Tasten. So entstand die Flash-Anwendung Ohio is a Piano.
Anhand von Daten wie z.B. Population, Alter und Geschlecht werden den 88 Landkreisen Noten zugeordnet, die man dann entweder einzeln, als Route oder als Akkord spielen kann. Die dabei entstehenden Melodien sind nicht immer harmonisch, es handelt sich eher um eine Spielerei als ein “alternatives Musikinstrument”. Die Idee Daten audiovisuell darzustellen finde ich sehr interessant, so bekommt man einen neuen Zugang zu ihnen, den reine Nummern eventuell nicht bieten können.
http://www.flickr.com/photos/jbcurio/ / CC BY 2.0
Es ist mal wieder die Zeit des Jahres angebrochen, in der in München die Lederhose den Laptop ersetzt und das Reinheitsgebot einer ausgiebigen Prüfung unterzogen wird: Oktoberfestzeit.
Aber auch diejenigen, die es nicht nach München schaffen, müssen nicht leer ausgehen. Bei Wired gibt es eine Karte, die Oktoberfeste auf der ganzen Welt darstellt. Jeder kann, ähnlich wie in einem Wiki, beitragen. Es ist schon erstaunlich wie viele Oktoberfeste es auf der ganzen Welt gibt. Natürlich sind die USA ganz vorne dabei, aber auch in Argentinien, Südafrika oder Indonesion muss man nicht auf Bier und Blasmusik verzichten.
Bei dieser Gelegenheit habe ich auch gelernt, dass das englische Wort für Schweinehaxe “pig’s knuckle” ist, “Schweineknöchel”. Man lernt nie aus. Prosit und ein schönes Wochenende!