Nestoria Deutschland Blog

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  • Twitter Aktivität visualisiert

    In England wird im Moment viel darüber geredet welche Rolle soziale Netzwerke in den jüngsten Randalen gespielt haben. Während sich immer mehr herauskristallisiert, dass nicht Twitter, sondern das private Blackberry Messaging System von jungen Leuten massiv genutzt wurde lässt sich nicht leugnen, dass soziale Dienste heute eine wichtige Nachrichtenquelle sind. Neuigkeiten verbreiten sich hier oft schneller als in den traditionellen Medien, vor allem Twitter machte es möglich Ereignisse auf der anderen Seite der Welt quasi in Echtzeit mitzuerleben.

    Twitter hat vor einer Weile Videos veröffentlicht die zeigen wie sich die Aktivität auf der Plattform während des Erdbebens in Japan entwickelte.

    Das erste Video zeigt Retweets (weiterverbreitete Nachrichten) von Nachrichten von Nutzern aus Japan an. Die rote Aktivität stellt die Originalnachrichten aus Japan dar, die grüne die Retweets innherhalb der ersten Stunde nach dem Erdbeben.

    Das zweite Video zeigt einen Anstieg von @Replies (Nachrichten an bestimmte Personen) von 500% innerhalb der ersten Stunde nach dem Beben. Nachrichten an Nutzer in Japan sind rosa, Nachrichten die von Japan aus an andere gerichtet sind sind gelb.

    Gerade bei solchen Katastrophen kann ein Netzwerk wie Twitter ein wertvolles Medium sein um Nachrichten zu bekommen und Kontakt mit anderen Menschen aufzunehmen.

    So berichteten z.B. Leute, dass sie auf Twitter Nachrichten über das Erdbeben in Washington D.C. lesen konnten Sekunden bevor das selbe Beben sie in New York erreichte. Das Internet ist schneller als Erdbeben-Schockwellen!

    • 1 year ago
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    • #informationsvisualisierung
  • Das Ich-Museum

    Im Rahmen einer Werbekampagne hat Intel vor kurzem die Kampagne The Museum of Me gestartet.

    Auf der Seite kann man, wenn man bereit ist Zugang zu seinen Facebook-Daten zu gewähren, eine Visualisierung von sich selber erstellen. Oder zumindest eine Visualisierung von seiner Facebook Persona.

    Je nachdem wie aktiv man dort ist, gestaltet sich das dementprechend eher karg oder aufregend. Nachdem die Daten gesammelt und verarbeitet wurden wird das Ganze als Film präsentiert, der einen Rundgang durch das “Mein Museum” zeigt. Fotos von Freunden werden ausgestellt, häufig genutze Worte angezeigt usw.

    Hier eine Galerie mit Bildschirmfotos aus meinem Museum.

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    Ich wünsche allen ein schönes Wochende (und hoffentlich Sommerwetter das viel zu Schade für einen Museumsbesuch ist)!

    • 1 year ago
    • #JustMigrate
    • #informationsvisualisierung
  • Europa in Zahlen

    Der Guardian in England hat mal wieder eine schöne interaktive Infografik herausgebracht, diesmal zum Thema Europa: Europe by Numbers.

    Deutschland ist das bevölkerungsreichste Land Europas, und wie es aussieht wird sich das trotz einem Rückgang von 13,5% bis 2060 nicht ändern:

    Screen_shot_2011-03-30_at_17 Screen_shot_2011-03-30_at_17
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    Obwohl 75% Prozent der Deutschen eine Breitband Internetverbindung haben, und nur Finnland, Dänemark und Schweden uns hier übertreffen, ist die Nutzung von sozialen Medien relativ wenig verbreitet: nur 38% der Bevölkerung zwischen 25 - 54 nutzen Chat Seiten, Blogs und soziale Netzwerke:

    Screen_shot_2011-03-30_at_17 Screen_shot_2011-03-30_at_17
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    Deutlich wird auch, dass Deutschland wirtschaftlich im europäischen vergleich ziemlich gut abschneidet. Die Arbeitslosenquote z.B. is eine der niedrigsten in Europa, unterboten nur von Österreich, den Niederlanden und Luxemburg, währen Spanien unangefochten auf Platz eins liegt:

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    Es lohnt sich auf alle Fälle sich durch die Infografik durchzuklicken, ein hübscher Überblick über Europa.

    • 2 years ago
    • #JustMigrate
    • #informationsvisualisierung
  • Wieviel CO2?

    Und wieder ist es eine Visualisierung von David McCandless über die wir diese Woche gestolpert sind.

    “How much CO2 is created by…” zeigt wie der Titel schon verrät, welche Alltagsgeräte oder Handlungen wieviel CO2 verbrauchen. Auf einer Skala von 1g bis 1mt kann man Gruppen miteinander vergleichen.

    Screen_shot_2011-01-19_at_16
    Erstaunlich ist es zum Beispiel, dass ein Club Pinguin im Jahr 136kt verbraucht, nicht viel weniger als der Yellowstone Vulkan (176kt). Ein Fussballspiel verbraucht 820t, ein Musikfestival dagegen lediglich 168t.
    Screen_shot_2011-01-19_at_16

    Die gute Nachricht:

    Eine Internetsuche verbraucht 0.2g CO2 - auf der Liste wird das nur noch durch ein solargeheiztes Bad, einen Apfel aus dem eigenen Garten und Wäsche auf der Leine trocknen unterboten, die allesamt mit 0g zu Buche schlagen. 

    • 2 years ago
    • #JustMigrate
    • #informationsvisualisierung
    • #netzfundstücke
  • Facebook Freundschaften visualisiertSo sah die Welt von Facebook im Dezember 2010 aus.

Paul Butler, Data Infrastructure Engineering Intern bei Facebook, interessierte sich für die lokale Verteilung von Freundschaften auf Facebook. Wie lokal sind unsere Freundschaften, wie international? Wie wirken sich Grenzen aus?
Mit Hilfe der von R, einer “freien Programmiersprache für statistisches Rechnen und statistische Grafiken”, wertete er zunächst 10 Millionen Freundschaftspaare aus und kombinierte sie mit den jeweiligen Wohnorten der Freunde.
Für die Visualisierung wurden die Linien entsprechend der Distanz zwischen den Städten gewichtet, Stadtpaare mit den meisten Freundschaften liegen z.B. auf der obersten Ebene. Was das Endergebnis letztendlich eindrucksvoll zeigt, ist dass (Facebook-) Freundschaften erstaunlich lokal sind. Die weissen Knotenpunkte zeigen die Orte mit einer hohen Anzahl von Verbindungen und es ist nicht überraschend, dass die USA und Europa hier am meisten Aktivität verzeichnen.
Es fällt allerdings auch auf, dass ein paar Länder fast komplett fehlen, vor allem Russland und China. Dies hat vor allem mit der Nutzung von Facebook in diesen Ländern zu tun. In Russland werden andere Social Network Seiten bevorzugt und in China ist der Zugang zu Facebook durch die Grosse Firewall von China eingeschränkt.

    Facebook Freundschaften visualisiert

    So sah die Welt von Facebook im Dezember 2010 aus.

    Paul Butler, Data Infrastructure Engineering Intern bei Facebook, interessierte sich für die lokale Verteilung von Freundschaften auf Facebook. Wie lokal sind unsere Freundschaften, wie international? Wie wirken sich Grenzen aus?

    Mit Hilfe der von R, einer “freien Programmiersprache für statistisches Rechnen und statistische Grafiken”, wertete er zunächst 10 Millionen Freundschaftspaare aus und kombinierte sie mit den jeweiligen Wohnorten der Freunde.

    Für die Visualisierung wurden die Linien entsprechend der Distanz zwischen den Städten gewichtet, Stadtpaare mit den meisten Freundschaften liegen z.B. auf der obersten Ebene. Was das Endergebnis letztendlich eindrucksvoll zeigt, ist dass (Facebook-) Freundschaften erstaunlich lokal sind. Die weissen Knotenpunkte zeigen die Orte mit einer hohen Anzahl von Verbindungen und es ist nicht überraschend, dass die USA und Europa hier am meisten Aktivität verzeichnen.

    Es fällt allerdings auch auf, dass ein paar Länder fast komplett fehlen, vor allem Russland und China. Dies hat vor allem mit der Nutzung von Facebook in diesen Ländern zu tun. In Russland werden andere Social Network Seiten bevorzugt und in China ist der Zugang zu Facebook durch die Grosse Firewall von China eingeschränkt.

    • 2 years ago
    • #JustMigrate
    • #informationsvisualisierung
  • Interview mit Stefan Wehrmeyer, MapnificentUnser letztes Interview 2010 haben wir mit Stefan Wehrmeyer geführt. Er ist Entwickler der Seite Mapnificent, über die wir hier im Blog schon berichtet haben.

Hallo Stefan. Kannst Du unseren Nutzern kurz erklären was Mapnificent ist und wie Du auf die Idee gekommen bist die Seite zu machen?
Mapnificent zeigt einem auf einer Karte alle Orte, die man mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln in einer bestimmten Zeit erreichen kann. Mapnificent gibt es für viele Städte in den USA und weltweit, leider sind in Europa momentan nur London und Berlin verfügbar. Inspiriert ist Mapnificent von Mapumental, die eine solche Anwendung für ganz Großbritannien veröffentlichen wollen, leider aber immer noch in private beta sind.

Du nutzt für Mapnificent Google Maps. Nestoria ist ein großer Fan von OpenStreetMap - gab es Überlegungen OSM für Dein Projekt zu nutzen, warum hast du dich für Google Maps entschieden?
Die Google Maps API ist sehr gut dokumentiert, lädt schnell und ich finde Googles Karten-Tiles übersichtlicher als die Standard-OSM-Tiles. Dass ich die Google API benutze, heißt aber nicht, dass man Mapnificent nicht mit freiem Kartenmaterial benutzen kann: mit einem Klick auf “OSM” oben rechts lassen sich die Tiles von OpenStreetMap laden. Ich bin ein Fan von OpenStreetMap und von dem noch sehr jungen Transiki – das ÖPNV-Äquivalent zu OSM.

Was waren die größten Herausforderungen bei der Arbeit an dem Projekt?
Am Anfang gab es zwei technische Herausforderungen: die effiziente Routen-Berechnung und die Visualisierung der Routen, beide ließen sich komplett im Browser lösen. Die momentane Herausforderung ist ungleich schwerer: mehr Städte hinzufügen. Betreiber von öffentlichen Verkehrsmitteln sind gerade in Deutschland sehr rückständig, wenn es darum geht, maschinenlesbare Daten und nicht nur PDF-Haltestellenfahrpläne mit der Öffentlichkeit zu teilen. In den USA kann man sich für alle großen Städte auf Google Maps auch für den Nahverkehr eine Route berechnen lassen kann, weil diese Städte ihre Daten zur Verfügung stellen. In Deutschland gibt es keinen mir bekannten ÖPNV-Betreiber, der seine Daten veröffentlicht. Die Nahverkehrs-Daten von Berlin musste ich selber zusammensuchen und nutze sie nur inoffiziell.

Inzwischen deckt Mapnificent 25 Städte ab und hat auch eine API. Was kann man mit der API machen?
Mit der API kann man Google Maps-Anwendungen mit einer Mapnificent-Ebene ausstatten und so zum Beispiel die Erreichbarkeit einer Gegend als Heatmap einblenden. Das kann für viele bestehende Karten-Anwendungen wie etwa die Wohnungssuche sehr nützlich sein: wo kann ich wohnen, damit ich nur 20 Minuten zur Uni brauche? Die Visualisierung einer solchen Information zusammen mit anderen Daten kann ein sehr hilfreicher Mehrwert für Nutzer sein.

Wie sehen die Zukunftspläne für Mapnificent aus? Arbeitest du weiter an der Ausdehnung des Projekts oder hast du schon etwas neues in Arbeit?
Mapnificent ist leider nur ein Nebenprojekt und die Liste neuer Ideen wird immer schwerer abzuarbeiten. Momentan schreibe ich viele Mails an ÖPNV-Betreiber mit der Bitte ihre Daten entweder überhaupt oder aber nicht nur mit Google zu teilen. Die geniale Seite GTFS-Data-Exchange sammelt diese öffentlichen Transit-Daten und ich werde helfen sie dort zu verwalten. Ich habe noch einige andere Projekte in Planung, Mapnificent wird aber nicht zu kurz kommen.

Vielen Dank für das Interview, Stefan, und weiterhin viel Erfolg mit Mapnificent!

 

    Interview mit Stefan Wehrmeyer, Mapnificent

    Unser letztes Interview 2010 haben wir mit Stefan Wehrmeyer geführt. Er ist Entwickler der Seite Mapnificent, über die wir hier im Blog schon berichtet haben.

    Hallo Stefan. Kannst Du unseren Nutzern kurz erklären was Mapnificent ist und wie Du auf die Idee gekommen bist die Seite zu machen?

    Mapnificent zeigt einem auf einer Karte alle Orte, die man mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln in einer bestimmten Zeit erreichen kann. Mapnificent gibt es für viele Städte in den USA und weltweit, leider sind in Europa momentan nur London und Berlin verfügbar. Inspiriert ist Mapnificent von Mapumental, die eine solche Anwendung für ganz Großbritannien veröffentlichen wollen, leider aber immer noch in private beta sind.

    Du nutzt für Mapnificent Google Maps. Nestoria ist ein großer Fan von OpenStreetMap - gab es Überlegungen OSM für Dein Projekt zu nutzen, warum hast du dich für Google Maps entschieden?

    Die Google Maps API ist sehr gut dokumentiert, lädt schnell und ich finde Googles Karten-Tiles übersichtlicher als die Standard-OSM-Tiles. Dass ich die Google API benutze, heißt aber nicht, dass man Mapnificent nicht mit freiem Kartenmaterial benutzen kann: mit einem Klick auf “OSM” oben rechts lassen sich die Tiles von OpenStreetMap laden. Ich bin ein Fan von OpenStreetMap und von dem noch sehr jungen Transiki – das ÖPNV-Äquivalent zu OSM.

    Was waren die größten Herausforderungen bei der Arbeit an dem Projekt?

    Am Anfang gab es zwei technische Herausforderungen: die effiziente Routen-Berechnung und die Visualisierung der Routen, beide ließen sich komplett im Browser lösen. Die momentane Herausforderung ist ungleich schwerer: mehr Städte hinzufügen. Betreiber von öffentlichen Verkehrsmitteln sind gerade in Deutschland sehr rückständig, wenn es darum geht, maschinenlesbare Daten und nicht nur PDF-Haltestellenfahrpläne mit der Öffentlichkeit zu teilen. In den USA kann man sich für alle großen Städte auf Google Maps auch für den Nahverkehr eine Route berechnen lassen kann, weil diese Städte ihre Daten zur Verfügung stellen. In Deutschland gibt es keinen mir bekannten ÖPNV-Betreiber, der seine Daten veröffentlicht. Die Nahverkehrs-Daten von Berlin musste ich selber zusammensuchen und nutze sie nur inoffiziell.

    Inzwischen deckt Mapnificent 25 Städte ab und hat auch eine API. Was kann man mit der API machen?

    Mit der API kann man Google Maps-Anwendungen mit einer Mapnificent-Ebene ausstatten und so zum Beispiel die Erreichbarkeit einer Gegend als Heatmap einblenden. Das kann für viele bestehende Karten-Anwendungen wie etwa die Wohnungssuche sehr nützlich sein: wo kann ich wohnen, damit ich nur 20 Minuten zur Uni brauche? Die Visualisierung einer solchen Information zusammen mit anderen Daten kann ein sehr hilfreicher Mehrwert für Nutzer sein.

    Wie sehen die Zukunftspläne für Mapnificent aus? Arbeitest du weiter an der Ausdehnung des Projekts oder hast du schon etwas neues in Arbeit?

    Mapnificent ist leider nur ein Nebenprojekt und die Liste neuer Ideen wird immer schwerer abzuarbeiten. Momentan schreibe ich viele Mails an ÖPNV-Betreiber mit der Bitte ihre Daten entweder überhaupt oder aber nicht nur mit Google zu teilen. Die geniale Seite GTFS-Data-Exchange sammelt diese öffentlichen Transit-Daten und ich werde helfen sie dort zu verwalten. Ich habe noch einige andere Projekte in Planung, Mapnificent wird aber nicht zu kurz kommen.

    Vielen Dank für das Interview, Stefan, und weiterhin viel Erfolg mit Mapnificent!

     

    • 2 years ago
    • #JustMigrate
    • #informationsvisualisierung
    • #interview
    • #karten
    • #OSM
  • OpenStreetMap in Deutschland visualisiert

    Wir hatten hier ja schon öfters Visualisierungen der bei OSM hinzugefügten Daten, zuletzt in Haiti und für das Jahr 2008.

    Ein neues Video zeigt die OSM Edits in Europa ab 2006 bis 2010. Gemacht wurde es von Skobbler, die wir für unser Blog vor ein paar Monaten interviewt haben zusammen mit Geofabrik, die bei der SOTM dieses Jahr unseren Elevator Pitch gewonnen haben.

    Kleine OSM-Welt! 

    Man kann schön sehen wie immer mehr Strassen und Orte hinzukommen, gegen Ende die dann auch die Landesgrenzen. Es wird auch deutlich wie gut Deutschland inzwischen abgedeckt ist. In vielen europäischen Nachbarländern steht noch viel mehr Arbeit bevor bis die groben Strukturen erfasst sind, während es in Deutschland zumeist nur noch um Feinarbeit geht.

    • 2 years ago
    • #JustMigrate
    • #informationsvisualisierung
    • #OSM
© 2013 Nestoria Deutschland Blog
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