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Nach dem erfolgreichen Start von Nestoria France wenden wir uns abermals ferneren Ländern zu und suchen jemanden der uns dabei mit Insiderwissen behilflich ist.
Mit Indien haben wir uns viel vorgenommen, abgesehen von der schieren Größe und Einwohnerzahl (und somit Wohnungen und Häusern) ist es auch ein sehr vielfältiges Land, in dem viele verscheidene Sprachen gesprochen werden und Kulturen existieren. Deswegen ist es für uns umso wichtiger jemanden zu finden, der uns hilft dieses neue Abenteuer erfolgreich zu meistern.
Wer also Lust hat von Anfang an dabei zu sein wenn Nestoria India live geht, neue Erfahrungen für’s Berufsleben zu sammeln und in einem kleinen aber feinen Team in London zu arbeiten - wir freuen uns auf alle Bewerbungen.
Die komplette Stellenbeschreibung sowie Kontaktadresse gibt es hier.
Vor einer Weile hatten wir hier ja schonmal den TED Vortrag von Hans Rosling und das Programm Gapminder, mit dem man selber diese beeindruckenden Präsentationen erstellen kann.
Nun gibt es dasselbe auch bei Google Labs. Im Moment noch als Experiment angepriesen kann man verschiedene, öffentliche Datensätze auf verschiedene Art und Weise aufbereiten: als einfache Liniengrafik, als Balkendiagramm oder eben als animierte “Bubbles”, die die Daten über eine Zeitraum hinweg veranschaulichen.
Es stehen verschiedene Datensätze zur Verfügung (hier der Katalog) aus denen man eins aussuchen kann. Diese kann man dann anpassen und auf eine Webseite einbinden. Hier als Beispiel die Arbeitlosenquote in der EU, zum Vergleich farblich hervorgehoben sind die Länder in denen Nestoria operiert:
Dabei fällt was das Design und die Funktionalität angeht auf, dass diese Umsetzung der von Gapminder sehr ähnlich ist - was auch kein Wunder ist, denn Google hatte die Technologie hinter Gapminder, Trendalyzer, vor einer Weile gekauft.
Was die Daten angeht sieht man, dass Deutschland sich hier was Arbeitslosigkeit angeht eher im Mittelfeld befindet und laut den Daten vom Mai sogar im unteren Bereich. Auch die Wirtschaftskrise ist deutlich zu erkennen. Die Datensätze sind anscheinend nicht für jedes Land vollständig, Deutschland erscheint erst nach ein paar Sekunden, manchmal verschwindet eine Blase und taucht im nächsten Monat wieder auf.
Interessant sind auch die Daten zur Verbreitung von Breitband-Internetanschlüssen
Glücklicherweise sind die Nestoria Länder alle ganz vorne mit dabei!
Der Hauptnachteil der Google Version gegenüber Gapminder ist, dass man hier keine eigenen Datensätze verwenden kann. Wer Lust hat eigene Daten zu sammeln (z.B. Umzüge in den letzten 10 Jahren!) sollte sich also die Gapminder Software runterladen.
Informationsvisualisierung war hier ja schon öfters Thema und auch den einen oder anderen TED Talk hatten wir schon.
Was kann da schöner sein als beides zusammen? David McCandless betreibt die Seite “Information is Beautiful” auf der sich alles um Visualisierungen dreht, in diesem Jahr hat er auch ein Buch mit demselben Namen herausgebracht.
In diesem Video zeigt David McCandless warum Visualisierungen gerade heute immer wichtiger werden und wo die Fallen beim erstellen solcher liegen. Bei der Datenmasse die uns heute zur Verfügung steht wird es immer wichtiger die Information so zu strukturieren, dass sie Sinn macht und leicht erfasst werden kann. Natürlich liegt in solchen Vereinfachungen auch immer die Gefahr Zusammenhänge verkürzt und voreingenommen darzustellen. In diesem TED Talk wird gezeigt worauf dabei zu achten ist.
Vor allem aber ist es ein unterhaltsamer Vortrag mit vielen interessanten Beispielen und der Antwort auf die Frage wie ein Vulkan den CO2 Ausstoss in diesem Sommer verringern konnte.
Unser Interview des Monats September haben wir mit Florian Haas, Vorstand des Deutschen Mietkautionsbund e.V. geführt.
Hallo Herr Haas.
Können Sie für unsere Leser kurz erklären was der Mietkautionsbund ist?
Der Mietkautionsbund e.V. (München) hat sich zum Ziel gemacht, Mietern eine günstig finanzierte Miet-Bürgschaft zu vermitteln, die an Stelle der geforderten Kaution beim Vermieter hinterlegt wird. Der Grundgedanke: Es ist besser, die anstehende Mietkaution günstig zu finanzieren, als das laufende Konto weiter zu belasten. Gerade junge Familien oder all die Mieter, die wegen des anstehenden Umzuges besonders finanziell beansprucht sind, fällt es schwer, mehrere Kaltmieten als Kaution zu hinterlegen. Nicht selten muss in diesem Fall das Girokonto überzogen werden. Das ist nicht nur teuer, sondern oftmals der Einstieg in die Überschuldungs-Spirale. Um dies zu verhindern, vermittelt der Deutsche Mietkautionsbund nach einer Prüfung eine Bürgschafts-Finanzierung über einen der größten Deutschen Kreditversicherer. Der Zinssatz beträgt 4,7 Prozent – der Bürgschafts-Höchstbetrag liegt bei 10.000,- Euro. Voraussetzung hierfür: Mitgliedschaft im Deutschen Mietkautionsbund e.V. für einmalig 9,90,- Euro.
Wie kamen Sie auf die Idee diesen Service anzubieten?
Es ist wie so oft im Leben: Auf die besten Ideen kommt man im Alltag und dann auch meist nur durch Zufall. Mein Partner Frank Liepner und ich halfen bei dem Umzug eines guten Freundes, der in München mit seiner Familie in eine größere Wohnung zog. Nach getaner Arbeit saßen wir zusammen und unser Freund begann aufzulisten, welche finanziellen Hürden im Rahmen eines Umzuges zu stemmen sein. Möbelwagen, Renovierung, neue Möbel – und dann noch die Mietkaution an den neuen Vermieter in Höhe von drei Kaltmieten. Da kamen Summen zusammen, die das Girokonto unseres Freundes sehr strapazierten und er seinen Dispo in Anspruch nehmen musste. Das war die geistige Geburtsstunde des Deutschen Mietkautionsbundes e.V.
Wie ist die Reaktion von Vermietern auf Ihr Konzept?
Im großen und ganzen gibt es nur sehr wenige Vermieter, die eine Bürgschaft über den Deutschen Mietkautionsbund e.V. nicht akzeptieren. Aber selbstverständlich gibt es Vermieter, die der Auffassung sind, dass nur eine auf einem Sparbuch hinterlegte Kaution die nötige Sicherheit bietet. Es setzt sich aber immer mehr die Erkenntnis durch, dass eine Bürgschaftslösung auch für den Vermieter eigentlich nur Vorteile bringt. Im Schadensfall muss er sich nicht mit dem Mieter direkt ärgern, sondern kommuniziert direkt mit unserem Versicherer oder mit uns. Das verhindert eine unnötige Emotionalisierung. Zum anderen bieten wir Vermietern deutschlandweit die erste echte Mietnomadenversicherung und damit eine umfassende Absicherung gegen Schäden und Mietausfälle. Das freut natürlich die Vermieter.
In Deutschland wird ja im Vergleich zu anderen Ländern sehr viel mehr gemietet als gekauft - auch deswegen füllt der Mietkautionsbund hier eine wichtige Marktlücke. Haben Sie eine Erklärung dafür, dass viele Deutsche Mieten dem Haus- oder Wohnungskauf vorziehen?
Die relativ geringe Eigentumsquote hat in Deutschland auch historische Gründe. Nach den flächendeckenden Zerstörungen im 2. Weltkrieg wurde der Sozialwohnungsbau sehr stark gefördert und damit erst einmal das Grundbedürfnis nach bezahlbaren Wohnungen befriedigt. Erst relativ spät setzte in Deutschland die gezielte Förderung von Wohneigentum ein. Länder wie etwa Spanien oder Großbritannien haben da eine ganz andere Historie. Dies drückt sich auch heute noch statistisch in der relativ geringen Eigentumsquote aus. Tatsache ist jedoch auch, dass es besonders in den deutschen Großstädten für Normalverdiener derzeit nur sehr schwer ist, Wohneigentum zu erwerben. Da bleibt oftmals nichts anderes übrig als zu mieten. Auf dem „flachen Land“ wird sich in den kommenden Jahren die Eigentumsquote deutlich erhöhen – da bin ich sicher.
Florian Haas und Frank Liepner mit dem Strategiepreis 2010Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!
Eine schönes Beispiel dafür was man mit neuer Technologie so alles anstellen kann ist das Google Chrome Experiment The Wilderness Downtown von Chris Milk.
Dafür braucht man zunächst den Google Chrome Browser. Dann gibt man eine Adresse ein, am besten die Adresse des Hauses in den man aufgewachsen ist. Da der Spaß jedoch nur mit Street View richtig funktioniert und es für deutsche Adressen noch kein Street View gibt darf es auch eine andere Adresse sein, z.B. die unseres Büros in London.
Was einen dann erwartet ist eine Mischung aus Musikvideo für das Lied “We Used To Wait” von Arcade Fire und interaktivem Film. Ich habe zwar versucht das in einem Bildschirmfoto einzufangen, aber ich muss sagen das wird dem nicht wirklich gerecht… also am besten selber ausprobieren!
Natürlich handelt es sich hier deutlich um ein Experiment, ich finde aber es macht Lust auf mehr. Es gibt viele Wege die neuen Möglichkeiten für verschiedene Projekte zu nutzen und andere werden bestimmt bald folgen!
Mehr Infos zu den den technischen Details dieses Experiments gibt es hier.
Wie vielleicht manche wissen kann man auf Nestoria für manche Orte statt der Standardkarte auch Immobiliensuchen mit OpenStreetMap Karte anzeigen. Für manche Orte wie z.B. Braunschweig wird die OSM Karte sogar immer angezeigt.
Der Hauptvorteil der OSM Karten liegt darin, dass sie oft viel detailreicher sind. Allerdings ist das nicht unbedingt auch immer praktisch. Für die Immobiliensuche z.B. gite es bestimmte Dinge wie Schulen, ÖPNV oder Einkaufsmöglichkeiten die praktisch sind, andere wie z.B. Ampeln sind für die meisten Nutzer nicht so wichtig. Mit dieser Masse an Informationen wird die Karte schnell sehr vollgepackt.
Doch zum Glück gibt es Cloudmade! Mit diesem (kostenlosen) Service kann man OSM Karten einfach selber anpassen. Man kann bestimmen welche Informationen angezeigt werden sollen und auch das Design selber anpassen, so dass die Karte auch farblich in den Kontext der eigenen Seite passt. Dann kann man die so erstellte Karte per API einbinden.
An sofort haben wir bei Nestoria eine mit Hilfe von Cloudmade gestaltete OSM Karte. Diese kann man ausprobieren indem man in der URL das “www” durch “openstreetmap” ersetzt. Also z.B. statt
http://www.nestoria.de/immobilien/mieten/altstadt_stadtteil-von-dresden
http://openstreetmap.nestoria.de/immobilien/mieten/altstadt_stadtteil-von-dresden
Hier drei Bilder-Galerien mit ein paar Beispielen:
Dresden
Der Dresdner Blüherpark wird nur in OSM erfasst, man erkennt auch schön die Wege im Park. Es werden auch nahegelegene Parkplätze angezeigt. In unserer Cloudmade Version sind ausserdem ÖPNV Stationen vorhanden, allgemein wirkt das Design übersichtlicher.
Hamburg
In Hamburg sieht man am Hafen auf den Standard-OSM Karten viel mehr Details, die wir aber mit Cloudmade zu grössten Teil nicht anzeigen, da sie für unsere Zwecke nicht relevant sind. Ein paar Details wie z.B. Bahnschienen bleiben allerdings.
Stuttgart
In Stuttgart kann man gut sehen welche Fülle von Lokalinformationen OSM bietet. Dies ist zum einen möglich weil die freiwilligen Helfer auch solche Informationen eifrig sammeln,zum anderen deswegen, weil diese Leute vor Ort sind und die Informationen auf dem laufenden halten können. Das meiste davon haben wir beibehalten. Ausserdem sieht man auch viele Gebäudeumrisse und Plätze.
Einen Nachteil hat diese Umsetzung allerdings: Beim ersten Laden brauchen die Karten ein wenig länger. Dies gibt sich aber wenn die Karte erstmal imBrowsercache ist.
Wir wünschen allen Nutzern viel Spass mit den neuen Karten und ein schönes Wochenende!
In Deutschland findet ja grade eine heftige Debatte über Google Street View statt. Egal wie man nun zu dem Thema steht, viele von uns haben Spass daran ferne und fremde Orte von zu Hause aus fast lebensecht zu erleben.
Ein wirklich sehr gute Idee mit gelungener Umsetzung ist Tours from Above. Auf dieser Seite kann man geo-referenzierte, hochauflösende Panoramas aus aller Welt finden und betrachten.
Dabei geht es um große Zusammenhänge, so dass eine Diskussion über Privatsphäre gar nicht erst ins Spiel kommt. Nach und nach werden weitere Orte ergänzt, leider findet sich im Moment noch kein deutsches Panorama. Dafür sind die, die da sind umso beeindruckender. Zum Beispiel der New Yorker Central Park im Herbst: Oder auch ländliche, weniger dicht besiedelte Gebiete wie die Victoria Fälle in Zimbabwe. Was auf Google Maps so aussieht (und in Streetview auch noch gar nicht erfasst ist):Ist als Panorama-Ansicht dann doch lebensnaher und beeindruckender:
Viele weitere Panoramas finden sich auf der Webseite.
Manchmal ist es eben wesentlich interessanter weit raus, statt ganz nah ran zu zoomen…
Der Sommerurlaub ist jetzt für die meisten von uns leider vorbei, und manche von uns haben ihre das Jahr über angesammelte Lektüre in der freien Zeit fertig gelesen.
Wer Inspiration für neue Bücher sucht ist bei Pinbooks richtig. Pinbooks ist ein (deutsches) Mashup das Buch-Schauplätze auf Google Maps anzeigt. Dabei kann man entweder nach einem bestimmten Ort suchen, oder mit Hilfe der Karte ein wenig die Welt der Bücher erkunden.
Die Pins sind je nach Genre andersfarbig. Besonders fällt dabei auf, dass im Süden Deutschland hauptsächlich Krimis zu finden sind. Ich bin aber allgemein erstaunt, wie viele Bücher dann doch auf dem Lande spielen.
In Großbritannien sind Handlungsplätze eher dünn gesät und Krimis in der starken Überzahl, wobei das wahrscheinlich auch mit der Tatsache zusammenhängt, dass es sich um ein deutsches Projekt handelt. Die Bücher werden von der Nutzer-Community markiert, daher liegt der Fokus natürlich auf in Deutschland gelesenen Büchern.
Vielleicht eine Möglichkeit den Urlaub noch ein wenig zu verlängern, indem man ein Buch liest das am Urlaubsort spielt und so zumindest in der Fantasie zurückreisen kann?
Unter dem Namen “Dimensions” hat die BBC in Zusammenarbeit mit der Designagentur BERG gestern eine neue Webseite gestartet. Dort kann man bekannt Formen und Entfernungen per Google Maps Mashup über Orte projizieren um so eine bessere Vorstellung von den tatsächlichen Dimensionen zu bekommen.
Wenn man hört, dass der Mond einen mittleren Durchmesser von 3476km hat dann ahnt man zwar vielleicht, dass er ein ganzes Stück kleiner als die Erde ist, aber noch viel deutlicher wird das wenn man sich vor Augen führt, dass er in etwa Australien bedecken würde
Den Ölteppich im Golf hatten wir ja an anderer Stelle schonmal, nicht zu verachten ist aber auch das Ausmass des “Müllwirbels” im Nordpazifik, auch Great Pacific Garbage Patch genannt. Dort zirkelten Anfang 2008 circa 100 Millionen Tonnen Plastikmüll.
Wenn dieser Zivilisationsmüll sein Zentrum in Berlin hätte würde er sich von der Ukraine bis weit westlich von Irland und von Norwegen bis Italien ausbreiten.
Das tiefste Loch da jemals in die Erde gebohrt wurde befindet sich auf der russischen Halbinsel Kola und ist 12262 Meter tief, oder anders ausgedrückt, es geht von Stuttgart bis Filderstadt
Der Koloss von Rhodos galt in der Antike als eines der sieben Weltwunder, stürzte allerdings zwischen 227 und 223 vor Christus, rund 70 Jahre nach Fertigstellung bereits wieder ein. Eine Vorstellung von seiner Grösse kann man sich machen indem man die Spanne der Fussabdrücke mit dem Brandenburger Tor vergleicht
Viele weitere Formen und Dimensionen findet man auf der BBC Dimensions Seite.
Dass Karten nicht nur nützlich sondern auch schön sein können haben wir hier ja schon des öfteren bewiesen. Die prettymaps von Stamen Design allerdings sind so schön, dass sie eigentlich in den Bereich Kunst fallen.
prettymaps ist zusammengestellt aus Flickr Shapefiles, die geographische Gebiete mit Hilfe von geogetaggten (Gegeotaggten? Geographisch markierten?) Fotos von Flicks Nutzern eingrenzen, Urban Areas von Natural Earth, anhand derer dicht besiedelte Gebiete visualisiert werden und Strassendaten von (natürlich!) OpenStreetMap.
So entsteht eine online Karte die zunächst aussieht wie ein abstraktes Gemälde und auf jeder Zoomstufe andere Farben und Formen annimmt.
Aber das ist nicht nur schön anzusehen, sondern offenbart so auch gleichzeitig im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtige Informationen. Diese Weltkarte zum Beispiel zeigt als weisse Schatten Orte, an denen Flickr Nutzer Fotos gemacht haben, in blau und grün sieht man Strassen aus OSM und die orangenen Punkte sind urbane Gebiete von Natural Earth.
Ich jedenfalls könnte mir gut vorstellen mir so eine Karte im Großformat an die Wand zu hängen, Popart für Kartenfans!
Weitere Infos und Details zu den verschiedenen Schichten und Formen gibt es hier.