Im Rahmen einer Werbekampagne hat Intel vor kurzem die Kampagne The Museum of Me gestartet.
Auf der Seite kann man, wenn man bereit ist Zugang zu seinen Facebook-Daten zu gewähren, eine Visualisierung von sich selber erstellen. Oder zumindest eine Visualisierung von seiner Facebook Persona.
Je nachdem wie aktiv man dort ist, gestaltet sich das dementprechend eher karg oder aufregend. Nachdem die Daten gesammelt und verarbeitet wurden wird das Ganze als Film präsentiert, der einen Rundgang durch das “Mein Museum” zeigt. Fotos von Freunden werden ausgestellt, häufig genutze Worte angezeigt usw.
Hier eine Galerie mit Bildschirmfotos aus meinem Museum.
Ich wünsche allen ein schönes Wochende (und hoffentlich Sommerwetter das viel zu Schade für einen Museumsbesuch ist)!
Wir freuen uns, mal wieder eine neue Kooperation bekanntgeben zu können:
Ab sofort wird Nutzern von wer-kennt-wen.de auf ihrer Startseite ein Teaser zu Immobilien in ihrer Gegend angezeigt, der sie zu Suchergebnissen powered by Nestoria führt.
Wer-kennt-wen ist eine Online-Plattform, über die die Nutzer neue Kontakte schließen und alte Bekannte wiederfinden können. Mit über 9 Millionen Mitgliedern ist wer-kennt-wen.de eines der größten sozialen Netzwerke Deutschlands.
Wir hoffen, dass dieser zusätzliche Service vielen Nutzern zusagen wird und freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!
Wie einige sicher schon wissen, kann man Wikipedia-Artikel, in denen es um Orte geht, mit Geokoordinaten versehen. Diese Tatsache erlaubte erlaubte Mark J. Nelson mit der Hilfe von OpenStreetMaps und Perl festzustellen, welche Orte am meisten Wikipedia Artikel haben.*
Er hat drei Toplisten erstellt, 1km, 10km und 100km Radius (die kompletten Ergebnisse hier). Interessant ist, dass beim 100km Umkreis der Raum Köln / Düsseldorf / Dortmund auf Platz 3 weltweit liegt, nach London und Andorra.
In allen drei Listen dominieren europäische Städte / Regionen. Nur New York im 10km Bereich (Platz 5) und im 100km Umkreis (Platz 4), sowie Tokyo (Platz 9) und Boston (Platz 10) im 100km Umkreis tauchen als aussereuropäische Städte auf.
Auf der Webseite findet man auch detaillierte Erklärungen zur Methode und weitere erläuterungen der Ergebnisse.
Meiner Meinung nach reflektieren diese Wahrscheinlich hauptsächlich den Aktivitätsgrad der Kontributoren auf Wikipedia, hier leiget Europa relativ weit vorne. Ausserdem ist unser Kontinent kleicher und dichter besiedelt als die meisten, was die Ergebnisse ebenfalls beeinflusst.
*Wie er auf seiner Webseite erwähnt ist es wichtig dabei im Hinterkopf zu behalten, dass die Antwort auch abhängig ist von Dingen wie Anzahl der aktiven Nutzer in einer bestimmten Region, wie sher geotagging genutzt wurde und welche Orte eine hohe Dichte an Sehenswürdigkeiten haben.
Vorratsdatenspeicherung ist und bleibt ja ein heisses Thema. Doch um was für Daten geht dabei eigentlich genau? Der Grüne Politiker Malte Spitz hat 6 Monate seiner Daten von der Telekom eingeklagt und ZEIT Online zur Verfügung gestellt.
Daraus entstand eine interessante, interaktive Visualisierung, auf der man genau die Bewegungen von Malte Spitz verfolgen kann. Mit Play beginnt die Reise (als Google Maps Mashup).
Anhand von Mobilfunk-Zellen kann man den Aufenthaltsort des Handys genau bestimmen. Zusätzlich gibt es Angaben über Anzahl und Dauer von Anrufen und SMS sowie Internetverbindung.
Ausserdem gibt es, wenn vorhanden, zusätzliche Infos über den Terminplan des Politikers an dem Tag.
Interessant ist auch, dass man den datensatz auf der Seite herunterladen, und somit eine eigene Darstellung und Auswertung anfertigen kann.
Wer Google Maps viel benutzt hat es wahrscheinlich selber schon erlebt: Man sucht nach einem Geschäft in der Umgebung, z.b. nach einem Supermarkt, und wenn man dort ankommt existiert der Laden nicht mehr. Oder man hat sich extra eine gute Route zum Ziel im Vorfeld recherchiert und es stellt sich heraus, dass das was auf Google Maps aussieht wie eine Landstrasse ist in Wirklichkeit ein Feldweg. Selbst Grenzverläufe sind, wie vor kurzem berichtet, nicht unbedingt zuverlässig
Es ist nicht schwer sich vorzustellen woran das liegt: Die enorme Masse an Daten ist selbst für einen riesigen Apparat wie Google nur schwer aktuell zu halten. Deswegen ist OpenStreetMap gerade was Lokaldaten und Aktualität und Korrektheit der Daten angeht nur schwer zu schlagen. Schliesslich sind im Idealfall, in Ländern in denen es viele aktive “Mapper” gibt, hunderte von Leuten vor Ort die sich um die Pflege der datenbank kümmern.
Der Vorteil dieses Systems ist auch Google bewusst. In 183 Ländern können Nutzer mithilfe von Map Maker Karten bearbeiten und Informationen hinzufügen. Es handelt sich dabei vor allem um kleinere und / oder nicht-westliche Länder, weswegen bis vor kurzem wahrscheinlich die wenigsten leute jemals von dem Tool gehört haben. Seit diesem Monat jedoch ist Map Maker auch in den USA verfügbar.
Laut Google haben inzwischen dank Map Maker 30% aller Leute eine detaillierte Online-Karte ihrer Umgebung.
Auf Map Maker Pulse kann man live und animiert mit Google Earth sehen, wo neue Informationen hinzugefügt werden, macht mehr Spass als man denken sollte!
Die Tatsache dass OpenStreetMap ein Open Source Projekt ist, was bedeutet, dass die Daten am Ende allen gehören, wohingegen Google nach wie vor die Rechte an ihren Karten behalten sollte an dieser Stelle nochmal betont werden. Nichtsdestotrotz denke ich es kann kein Fehler sein, wenn dieses Projekt bedeutet, dass mehr Menschen auf der Welt Zugang zu besseren Karten haben. OpenStreetMap erreicht nicht alle Menschen, einem kommerziellen Unternehmen wie Google fällt dies natürlich einfacher, wenn ein (finanzielles) Eigeninteresse solche Projekte rechtfertigen kann. Oder kurz gesagt: besser Google als gar nichts.
Noch kann Map Maker in Deutschland genutzt werden, und angesichts der fast perfekten Abdeckung durch OpenStreetMaps wage ich auch zu bezweifeln, dass es Sinn machen würde.
Normalerweise reden wir hier im Nestoria Blog wenig über Geschichte, aber heute machen wir mal eine Ausnahme. Ich bin letztens über diese Visualisierung von 1869 gestolpert, die Napoleons Marsch nach Russland (und zurück nach Frankreich) zeigt.
Das Bild wurde von Charles Joseph Minard angefertigt, einem der Pioniere in der Entwicklung von Informationsgrafiken. Abgesehen vom Inhalt - die unglaublichen Verluste die Napoleons Armee erlitt - ist vor allem der Informationsgehalt erstaunlich. Auf einer Karte werden mehrere Faktoren dargestellt:
Eine wirkliche Meisterleistung, die bis heute unter Fans von Informationsgrafiken bewundert wird, wie diese Bilder eines handgeschnitzten Kürbis als Tribut an Minards Werk zeigen.
Mal wieder ein schönes Fundstück im Bereich Karten-Mashups (via Google Maps Mania):
NahverkehrsKarte.de zeigt Zug für Zug die Aktivität im Nahverkehr in und um Stuttgart an. Jedes der animierten Symbole steht für eine Zug der in diesem Moment unterwegs ist. Wenn man auf eine Station klickt erhält man weitere Informationen zu Linien die dort halten, bei Klick auf einen Zug wird die nächste Haltestelle angezeigt.
Nicht nur nützlich, sondern auch ganz schön beeindruckend wie viele Züge gleichzeitig unterwegs sind!
Ab sofort können wir den ersten neuen Partner des Jahres bei Nestoria Deutschland willkommen heissen!
myimmo.de ist ein Portal der Unister-Gruppe und seit September 2009 online. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!
Der Start von Google Streetview mit der einhergehenden Medienberichterstattung ist noch nicht lang her, und nun bereitet sich Microsoft darauf vor mit Streetside ihren eigenen Dienst in Deutschland an den Start zu bringen. Ab dem 9. Mai werden in Nürnberg, Fürth, Erlangen und Augsburg die ersten Aufnahmen gemacht, im Internet sollen diese dann ab diesem Sommer zu sehen sein.
Natürlich hat man von der Schwierigkeiten die Google hatte gelernt und sich im Vorfeld mit Branchenverbänden besprochen. Auch bei Streetside soll es für Bürger eine Möglichkeit geben ihr Haus zu zensieren.
Konkurrenz belebt das Geschäft, so kann es nur positiv sein, dass ein weiterer Anbieter das Online-Karten Markt in Deutschland bereichert. Allerdings hat die Bing Variante meiner Meinung nach einen entscheidenden Nachteil: auf Streetside kannn man nur mit der Microsoft Version von Flash, Silverlight, zugreifen.
Silverlight muss extra installiert werden und funktioniert nur mit bestimmten Betriebssystemen (Windows und Mac, kein Linux Support) und Browsern (selbstverständlich Internet Explorer, Chrome nur auf Windows, Safari nur auf Mac, auf Windows 7 nur im IE8 usw).
Nach der Installation von Silverlight mit meinem brandneuen Firefox 4 musste ich denn auch den Browser in 32-bit mode neu starten um Silverlight benutzen zu können.
Das alles sieht doch sehr kompliziert aus. Allerdings muss man sagen, dass Bing im Bereich Online Karten durchaus spannende Produkte zu bieten hat.
Photosynth z.B ist eine nette Spielerei mit Fotos, in der aus den Bildern eine Art 3D Ansicht generiert wird.
Auch gut gefällt mir die Möglichkeit sich die Karten in einem aufgeteilten Fenster anzusehen, so dass man Detailansicht und Gesamtübersicht auf einen Blick zusammen hat.
Und Bing Birdseye ist auch ein nettes Feature, das Google mit Google Earth und den 3D Darstellungen von Städten wie New York auch hat, allerdings finde ich es bei Bing visuell netter ungesetzt
Letztes Jahr machte der TED Talk von Blaise Aguera y Arcas, zuständig für Bing Maps bei Microsoft, in Karten-Fankreisen die Runde. Der 8-minütige Vortrag zeigt, woran bei Microsoft gearbeitet wird und das ist nicht von schlechten Eltern.
Auch deswegen kann es nur gut sein, dass mit Microsoft ein weiteres grosses Unternehmen in Online-Karten in Deutschland investiert, es zeigt, dass uns in Zukunft noch viele sapnnende Innovationen erwarten.
Der Guardian in England hat mal wieder eine schöne interaktive Infografik herausgebracht, diesmal zum Thema Europa: Europe by Numbers.
Deutschland ist das bevölkerungsreichste Land Europas, und wie es aussieht wird sich das trotz einem Rückgang von 13,5% bis 2060 nicht ändern:
Obwohl 75% Prozent der Deutschen eine Breitband Internetverbindung haben, und nur Finnland, Dänemark und Schweden uns hier übertreffen, ist die Nutzung von sozialen Medien relativ wenig verbreitet: nur 38% der Bevölkerung zwischen 25 - 54 nutzen Chat Seiten, Blogs und soziale Netzwerke:Deutlich wird auch, dass Deutschland wirtschaftlich im europäischen vergleich ziemlich gut abschneidet. Die Arbeitslosenquote z.B. is eine der niedrigsten in Europa, unterboten nur von Österreich, den Niederlanden und Luxemburg, währen Spanien unangefochten auf Platz eins liegt:
Es lohnt sich auf alle Fälle sich durch die Infografik durchzuklicken, ein hübscher Überblick über Europa.