Über drei Jahre ist es her, dass unter dem Titel “Nestoria kommt” der erste Beitrag auf diesem Blog veröffentlicht wurde. Damals konnten unsere Leser mitverfolgen wie Nestoria Deutschland entstand und live ging, die ersten Schritte sozusagen.
Seitdem ist einiges passiert: Nestoria Deutschland hat Partner hinzugewonnen und ist zu einem ernstzunehmenden Faktor im deutschen Suchmaschinenmarkt geworden. Wir haben einige neue Features implementiert und neue Designs hinzugefügt.
Das Blog ist auf eine andere Plattform umgezogen und hat ein neues Gesicht bekommen. Wir haben 31 Interviews geführt und insgesamt 257 Posts veröffentlicht.
Gleichzeitig ist die Nestoria Familie auf 8 Länder angewachsen. Da wir ein kleines Team mit begrenzten Kapazitäten sind haben wir uns dafür entschieden unsere Blogaktivitäten auf ein Blog zu konzentrieren, statt weiterhin für jedes Land einzeln zu bloggen. Das Nestoria Deutschland Blog wird weiterhin erreichbar sein, aber nicht mehr aktualisiert werden.
In Zukunft kann man alle Neuigkeiten aus der Nestoria Familie auf unserem englischen Blog unter: http://blog.nestoria.co.uk/ erfahren.
Wir hoffen unsere treuen Leser weiterhin dort anzutreffen!
In England wird im Moment viel darüber geredet welche Rolle soziale Netzwerke in den jüngsten Randalen gespielt haben. Während sich immer mehr herauskristallisiert, dass nicht Twitter, sondern das private Blackberry Messaging System von jungen Leuten massiv genutzt wurde lässt sich nicht leugnen, dass soziale Dienste heute eine wichtige Nachrichtenquelle sind. Neuigkeiten verbreiten sich hier oft schneller als in den traditionellen Medien, vor allem Twitter machte es möglich Ereignisse auf der anderen Seite der Welt quasi in Echtzeit mitzuerleben.
Twitter hat vor einer Weile Videos veröffentlicht die zeigen wie sich die Aktivität auf der Plattform während des Erdbebens in Japan entwickelte.
Das erste Video zeigt Retweets (weiterverbreitete Nachrichten) von Nachrichten von Nutzern aus Japan an. Die rote Aktivität stellt die Originalnachrichten aus Japan dar, die grüne die Retweets innherhalb der ersten Stunde nach dem Erdbeben.
Das zweite Video zeigt einen Anstieg von @Replies (Nachrichten an bestimmte Personen) von 500% innerhalb der ersten Stunde nach dem Beben. Nachrichten an Nutzer in Japan sind rosa, Nachrichten die von Japan aus an andere gerichtet sind sind gelb.
Gerade bei solchen Katastrophen kann ein Netzwerk wie Twitter ein wertvolles Medium sein um Nachrichten zu bekommen und Kontakt mit anderen Menschen aufzunehmen.
So berichteten z.B. Leute, dass sie auf Twitter Nachrichten über das Erdbeben in Washington D.C. lesen konnten Sekunden bevor das selbe Beben sie in New York erreichte. Das Internet ist schneller als Erdbeben-Schockwellen!
Wie vielleicht einigen schon aufgefallen ist sind wir seit einigen Tagen mit einem neuen Design live.
Wir sind ständig bemüht Nestoria nicht nur hinter den Kulissen sondern auch an der Oberfläche zu verbessern. Nach einigen Nutzertests haben wir uns dafür entschieden uns vor allem auf die Suchwerkzeuge zu konzentrieren - denn das ist es ja schliesslich worauf es ankommt.
Wir haben die beiden Schieberegler für Preis und Zimmer verändert und visuell mehr in den Mittelpunkt gerückt. Ebenso die Suchbox, die nun in der Mitte platziert ist, zusammen mit unserem Logo.
Auch unsere weiteren Suchoptionen wollen wir mehr betonen. Statt einem Link wie früher befindet sich über der Karte nun ein auffälligerer Button, der die Stichwortsuche öffnet.
Zu guter letzt haben wir unsere zusätzlichen Features ein wenig aufgehübscht. Die Links für Twitter, RSS Feeds und Feedback kommen nun moderner daher und fallen so hoffentlich schneller ins Auge, ohne störend zu wirken.
Wir hoffen, dass unseren Nutzern das neue Design gefällt, und es vor allem dazu beträgt, dass Sie noch schneller Ihre Traumimmobilie finden.
Über Feedback freuen wir uns natürlich immer, wo sich der entsprechende Link befindet sollte ja hoffentlich eindeutig sein… :)
They Draw and They Travel widmet sich handgezeichneten Karten aus der ganzen Welt. Dabei geht es nicht unbedingt um Genauigkeit oder Vollständigkeit. Die Karten stellen über die geographische Information hinaus eine Form von Psychogeographie dar, die Ort mit Stimmung, Eindruck, Emotionen verbindet.
Ähnlich ist es auch in der Flickr Gruppe From Memory, in der es darum geht nicht nur geographische sondern auch abstraktere Karten aus dem Gedächtnis zu zeichnen. Von Asien über den Querschnitt eines Hundes bis hin zum “Kunst-Virus” ist alles dabei
Rorschmap hilft einem nicht den Weg zur nächsten U-Bahn Haltestelle zu finden. Es klärt einen nicht darüber auf wo genau eigentlich Madeira liegt. Wer das Karten Mashup aufsucht um die Entfernung zwischen zwei Punkten in Erfahrung zu bringen wird enttäuscht sein.
Rorschmap ist ein Kunstprojekt, ein Gedankenexperiment. Indem James Bridle die Satellitenansichten von Google Maps wie in einem Kaleidoskop (oder eben Rorschach-Test) spiegelt entstehen abstrakte Bilder von Orten, Landschaften, Städten.
Am besten schaut man sich diese in Safari oder Chrome, oder auf einem iPad an.
Die Visualisierungen von ITO haben wir in unserem Blog ja schon öfters vorgestellt. Die Londoner Firma spezialisiert sich auf die Darstellung von Karten und Verkehrdaten.
Im folgenden Vortrag (auf Englisch) von der Next Konferenz 2011 in Berlin zeigt Chris Osborne eine Reihe neuer und alter Visualisierungen und erklärt, dass Daten, richtig betrachtet, eine Geschichte erzählen die uns viel über unsere Umwelt verraten kann.
Unglaublich aber wahr - Nestoria feierte letzte Woche 5-jähriges Jubiläum!
Zur Feier des Tages haben wir uns alle freigenommen und den Tag mit teambildenden Aktivitäten verbracht.
Zunächst gab es ein wunderbares Mittagessen in unserem Büro - bei dem wir fast nicht alle an unseren extragrossen Tisch passten.
Dann ging es los zu unserer Überraschungsaktivität. Traditionell wissen nur ein paar Eingeweihte was die Hauptattraktion unserer Teamtage ist, und auch dieses Mal haben alle dichtgehalten. Erst als wir an der Anlegestelle an der Themse ankamen dämmerte es uns: Es geht auf’s Schiff. Vorher jedoch bekam jeder von Kat noch ein Piraten-Accessoire ausgehändigt.
Mit Haken, Hüten und Augenklappen ausgestattet ging es los. Wie es sich für eine Bande Piraten gehört hatten wir nicht irgendein Schiff sondern die zwei schnellsten Boote auf der Themse gebucht. Die RIB (Rigid Inflatable Boats) Schnellboote schiessen untermalt mit James Bond Musik über’s Wasser.
Nachdem wir alle erstaunlich trocken und mit allen Hüten wieder an Land waren gab es eine kleine Tour vorbei an den 4 vorherigen Nestoria Büros, die sich alle in Soho befinden. Der Spaziergang endete schliesslich in einem netten Restaurant in dem wir eine üppige Mahlzeit verspeisten. Zum Abschluss des Abends trafen wir ehemalige Teammitglieder und Freunde in einem Pub, um auf die erfolgreichen ersten 5 Jahre anzustossen.
Wir danken allen jetzigen und ehemaligen Mitarbeitern, allen Partnern und allen Nutzern und hoffen auf eine ebenso erfolgreiche Zukunft!
WIr haben hier im Blog schon früher über interessante Grenzverläufe gesprochen, doch dieser Fall, auf den ich durch meine Kollegin Kat vom Nestoria Australia Blog aufmerksam wurde, ist besonders…besonders.
Die Belgische Stadt Baarle-Hertog befindet sich innerhalb der Niederlande und besteht aus 24 separaten Landstücken. Sie ist mit der niederländischen Stadt Baarle-Nassau verwachsen und um die Verwirrung perfekt zu machen enthalten einige Stücke der belgischen Seite niederländische Enklaven.
Diese Situation führt natürlich zu nicht unerheblichen Verwirrungen. Steuern werden zum Beispiel von jeden haushalt in demjenigen Land gezahlt, in dem sich die Haustür befindet. Viele Geschäfte verlegen deshalb kurzerhand ihre Tür in die steuerlich günstigere Zone. Besucher müssen sich mit zwei verschiedenen Steuerregeln auseinandersetzen.
Es gab eine Zeit, in der die Geschwindigkeitsbegrenzung in den Niederlanden 60 kmh und in Belgien 50 kmh betrug, so dass eine Autofahrt durch die Stadt zeimlich ruckelig werden konnte.
1971 zog eine zwielichtige Bank in die Stadt ein und besetzte ein Gebäude, das sich direkt auf der Grenze befand. Durch diesen findigen Trick konnten weder die niederländischen noch die belgischen Behörden das Haus durchsuchen - die Belgier kamen nicht an den Safe ran, der sich hinter den Schaltern auf der niederländischen Seite befand, während die niederländischen Beamten zwar an den Schaltern vorbeikamen, aber den Safe nicht durchsuchen durften der sich auf der belgischen Seite befand. Schliesslich konnte man sich auf eine gemeinsame Aktion einigen und die Bank wurde nach einer Hausdurchsuchung Bankrott erklärt, es handelte sich offensichtlich ein eine Geldwäsche-Operation für Drogengelder.
Unser Interview des Monats haben wir diesmal mit Tobias Hallermann von komoot, einem Service für Tourenplanung, geführt.
Hi Tobias. Kannst du unseren Lesern bitte kurz erklären was komoot ist und wofür sie es nutzen können?
Komoot ist ein intelligentes Planungssystem für Menschen, die gerne draußen sind. Praktisch für alle, die Outdoor-Erlebnisse lieben. Wir sind die ersten, die Touren nach den persönlichen Wünschen unserer User berechnen und vorschlagen.
Dazu kann man unter www.komoot.de einfach seinen gewünschten Startpunkt angeben, Sportart, Kondition und weitere Parameter festlegen und die gewünschte Dauer für die Wanderung, Mountainbike-, Fahrrad- oder Bergtour angeben und komoot berechnet verschiedene Vorschläge.
Die Touren können dann weiter angepasst werden durch Highlights auf der Strecke ergänzt werden. Ob Gipfelerlebnis, Picknick im Grünen oder Apfelkuchen in der Stadt. Der User gibt an, was für Erlebnisse er entdecken will und komoot zeigt ihm, wo er sie finden kann.
Mit der iPhone und Android App kann der User die Tour dann mitnehmen und sogar unterwegs noch umplanen.
Stand für euch von vornherein fest, dass ihr Open Street Map verwenden wollt oder gab es auch Überlegungen einen anderen Kartendienst zu benutzen? Worin seht ihr die Vor- und eventuell auch Nachteile bei Open Street Map?
Wir haben OpenStreetMap natürlich zunächst mit anderen Anbietern verglichen. In vielen Bereichen bietet OSM schon jetzt die besten Informationen. Außerdem glauben wir an den Open Source.
Komoot setzt deshalb schon von Anfang an auf OpenStreetMap als eine der größten Datenquellen. Gemeinsam mit Daten und Informationen weiterer Dienste und unserer Partner generieren wir unsere eigenen Outdoor-Karten und die Millionen von Datensätzen für unser Routing. So können wir die individuellen Vorschläge für Freizeit-Erlebnisse berechnen.
Alle Vorteile aufzulisten, würde vielleicht den Rahmen sprengen. Freie, hochwertige Geo- Daten, ständige Erweiterungen und Aktualisierungen durch eine riesige Community, …
Manchmal merken wir allerdings, dass Nutzer oder Partner noch nicht das volle Vertrauen in OpenStreetMap hab. Andere Karten genießen gelegentlich höheres Ansehen, obwohl sie häufig veralteter sind oder weniger Informationen mitbringen. Das ist wohl der einzige Nachteil.
Gibt es Feedback von der Community zu eurem Produkt?
Wir sind die ersten, die in dieser Form eine Tourenplanung für’s Fahrrad, Mountainbike und Wandern anbieten und sind dort auch den großen Anbietern ein Stück voraus. Viele aus der Community freuen sich darüber, dass es unsere Service gibt, der so viel aus den vorhandenen Informationen raus holt und gleichzeitig sehr benutzerfreundlich ist.
Umgekehrt arbeiten wir daran, die Community zu unterstützen. Wir erarbeiten dafür grade ein Konzept, um dies möglichst effizient und einfach zu gestalten um so den größten Mehrwert für das Projekt und seine Nutzer zu schaffen.
Zu guter letzte eine eher allgemeine Frage: Was ist für dich im Moment die spannendste Entwicklung im Internet, und wo siehst du noch Verbesserungsbedarf?
Da komoot Vorschläge für die Freizeit berechnet interessiere ich mich natürlich sehr für das Thema Recomendation. In einigen Bereichen gibt es schon spannende Dienste, beispielsweise für Musik. Komoot macht im Bereich Geodaten einen großen Schritt weg von der Suche einzelner, verstreuter Informationen hin zu einem intelligenten Empfehlungsdienst für Ausflugsziele und Touren.
Der Trend weg von der allgemeinen Suche hin zur Personalisierung. Recommendation Engines bieten viele neue Herausforderungen und Chancen. Ich finde es sehr spannend, welche technischen Lösungen es zukünftig geben wird, welche Rolle soziale Netzwerke dabei spielen werden und wie neue Dienste und Produkte aussehen können.
Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg noch mit komoot!
Die Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) hat vor kurzem einen Lebensqualitäts-Index herausgebracht, mit dessen Hilfe man nach eigenen Kriterien das beste Land für sich selber bestimmen kann.
Man kann Themen wie “Wohnen”, “Einkommen”, und “Gesundheit” unterschiedlich Gewichten, und bunte Blumen, die jeweils für ein Land stehen, verschieben sich dementsprechend auf der Rangliste.
Ausserdem gibt es für jedes Land eine Detailseite, auf der nochmal die Bewertungen aufgeführt sind.
Und eine Themenseite, auf der alle Kritereien aufgeschlüsselt werden. Im Bereich “Wohnen” liegt Deutschland im Mittelfeld. Kanada, Australien und Neuseeland sind die Top 3 Länder, während die Türkei weit abgeschlagen auf dem letzten Platz liegt.
Kriterien waren hier vor allem Anzahl der Hausbesitzer und Lebensumstände wie Zimmer pro Person und Ausstattung.
Die Ergebnisse der Studie sind schön und übersichtlich umgesetzt, es macht Spass ein wenig herumzuspielen und zu sehen, welches Land am besten zu einem passen würde. In meinem Fall scheint dies Australien zu sein, wer hätte das gedacht!